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Konzert

16.04.2019

Bläserjugend tritt mit den Profis auf

Die Jugendkapelle der Bläserjugend Paartal tritt zusammen mit dem Gebirgsmusikkorps auf. Foto: Valentin Köblitz

Das Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr gastiert in Moorenweis und musiziert mit dem örtlichen Nachwuchs

Das Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr aus Garmisch-Partenkirchen unter der Leitung von Oberstleutnant Karl Kriner gastierte erstmals mit einem Konzert in Moorenweis. Vor ausverkauftem Saal verzauberten die 50 Musiker ihr Publikum, und das lag nur zum Teil daran, dass das Programm unter dem Motto „Zauber“ stand. Vielmehr war die abwechslungsreiche und interessante Stückauswahl, vor allem aber die Qualität der Darbietung der Grund für wahre Begeisterungsstürme, und das nicht erst am Ende des Konzerts.

Doch bevor die Musiker unter dem Edelweiß die Bühne betraten, zeigte die Jugendkapelle der Bläserjugend Paartal unter der Leitung von Satoshi Hidaka ihr Können. Das Musikkorps eröffnete sein Programm mit dem Marsch „Zauber der Montur“ von C. M. Ziehrer. Nach diesem stilsicher-schmissigen Auftakt blieb das Orchester in Österreich und bot die Ouvertüre zur Oper „Die Zauberflöte“ von W. A. Mozart dar. Leichtfüßig-virtuose Holzbläser ergänzten sich mit strahlenden Blechbläserklängen, und das Orchester bewies, dass es nicht nur in der Marschmusik zu Hause ist, sondern auch die klassische Weltliteratur perfekt beherrscht, was vom Publikum begeistert beklatscht wurde.

Beim Marsch „Herzog von Braunschweig“ traten sowohl die vier Fanfarenbläser als auch das Orchester sehr zackig auf. Trotz Präzision im Auf- und Abnehmen der Instrumente wurden sowohl die festlichen als auch die lyrischen Passagen des Stücks kontrastreich dargeboten. Ein weiterer Höhepunkt war die sinfonische Dichtung „Der Zauberlehrling“ von P. Dukas. Hier zeigten die Musiker ihr Virtuosentum, vor allem die Holzbläser und Perkussionisten setzten die anschwellenden Wassermassen dramatisch in Szene. Es folgte eine Zusammenstellung von Melodien aus dem Film „Der Zauberer von Oz“, mit der man das Publikum schwelgend in die Pause entließ.

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Zum Anfang des zweiten Teils wurde es noch einmal sinfonisch mit dem „Ungarischen Marsch“ von H. Berlioz aus der Oper „Fausts Verdammnis“. Doch bei einem Konzert unter dem Motto „Zauber“ darf natürlich der wohl bekannteste Zauberer unserer Zeit nicht fehlen. Die „Harry Potter Symphonic Suite“ von J. Williams entführte die Zuhörer in die Welt von Hogwarts, wo die Eule Hedwig geheimnisvoll durch die Luft schwebt, aber auch Quidditch gespielt wird, und die Schulhymne erklingt. Der „Manegenzauber“ von M. Gätjens war der nächste Programmpunkt. Der Siegertitel eines Kompositionswettbewerbs für Blasmusik aus den 70er- Jahren bot eine komplette Zirkusshow mit Artisten, Seiltänzern, Ponys, Clowns und Elefanten. Hauptfeldwebel Matthias Herda begeisterte als Zirkusdirektor, der die einzelnen Attraktionen mit seiner Posaune „ankündigte“. Zum Ende des Konzerts schloss sich der Kreis: Man war wieder im Alpenraum, zunächst mit dem „Solothurner Marsch“ des Schweizer Komponisten S. Jaeggi. Es schloss sich der „Alphornzauber – Erinnerungen an Altrei“ an. Der erst 21-jährige Oberfeldwebel Johannes Mimler zog das Publikum mit warmem, vollem Klang in seinen Bann. Nach einer solistischen Einleitung unterstützte ihn das Orchester mit dickem Bläserklang und löste wahre Begeisterungsstürme aus. Das Programm endete mit dem Marsch „Erinnerung an Trient“ von J. Fucik. Die folgenden stehenden Ovationen veranlassten das Orchester, den „Garmischer Gebirgsjägermarsch“ als Zugabe zu spielen.

Doch es folgte noch ein weiterer Höhepunkt: Mit dem „Kaiserjäger-Marsch“, den die Musiksoldaten gemeinsam mit der Jugendkapelle spielten, entließ man 700 begeisterte Zuhörer.

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