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Merching

22.07.2020

Blaualgen im Mandichosee: Beim Baden ist Vorsicht geboten

Einladend liegt der Mandichosee in diesen Sommertagen da. Doch jetzt gibt es wieder einen Befall von Blaualgen.
Bild: Christina Riedmann-Pooch

Plus Im letzten Sommer musste der Mandichosee bei Merching wegen Blaualgen gesperrt werden. Jetzt sind erneut deutliche Schlieren zu sehen. Was nun zu beachten ist.

Erneuter Blaualgenalarm am Mandichosee: Noch am Montagmorgen war den Bauhofmitarbeitern der Gemeinde Merching bei einer ihrer Kontrollrunden nichts aufgefallen. Mittags hatte der Bauhofleiter einen Algenteppich entdeckt, der dem vom vergangenen Jahr auffällig ähnelte. Er und die Gemeinde reagierten sofort, das Gesundheitsamt war zeitnah vor Ort und entnahm Proben.

Am Mandichosee ist schon auf dem Parkplatz Ferienstimmung zu spüren. Sabine und Tom aus Augsburg haben schon vormittags ihr Stand-Up-Paddling genossen. Sabine hat von den Blaualgen gehört, aber keine Veränderung auf dem See bemerkt: „Es war nichts anders als sonst.“ Tom erzählt, dass sie sogar eine Wasserschlange gesehen haben – Sorgen machen sie sich keine. Wassersportler sollen ja tatsächlich nicht so gefährdet sein, ließ das Landratsamt verlauten.

Am Mandichosee wurden zum ersten Mal in dieser Badesaison deutliche Schlieren und Blaualgenbildungen am Ufer gesichtet.
Bild: Landratsamt Aichach-Friedberg

Blaualgen im Mandichosee: Familienvater macht sich Sorgen

Anders sieht es da mit Kleinkindern aus wie bei Familie Vernbakel aus Holland, die mit dem Rad durch unsere Region touren und am Mandichosee Rast gemacht haben. Blaualgen kommen in Holland häufig vor, erzählt der Vater zweier Kleinkinder, jeden Sommer kommen sie wieder. Natürlich hat er von der Entdeckung im Mandichosee nichts gewusst, sonst wären seine Kinder sicher nicht ins Wasser gegangen.

Verändert sieht der See tatsächlich nicht aus – jedenfalls nicht dort, wo die Wassersportler starten oder die Stand-Up-Paddler. Der See sieht aus wie ein einladender Badesee, an dem man einen wunderschönen Sommertag verbringen kann. Genau das will auch Christa Krege aus Odelzhausen mit ihrer erwachsenen Enkelin, die gerade aus Chemnitz zu Besuch ist. Dass dort Blaualgen sein könnten, nimmt Krege nicht auf die leichte Schulter. „Die sind nicht ungefährlich, meint sie.

Mit dem Hund eine Runde am Mandichosee bei Merching

Auch ein Meringer, der mit seinem Labrador-Retriever fast jeden Tag seine Runde am Mandichosee macht, hat noch nicht mitbekommen, dass wieder Blaualgen im See sind. Letztes Jahr, als die Blaualgen auftauchten, hat er seinen Hund immer angeleint, ihn nur ins fließende Gewässer gelassen. Gerade heute fand er den See aber so glasklar und schön, dass er den Hund kurz im Uferbereich ins Wasser ließ. Mit seinen 30 Kilogramm gehört der Hund sicher nicht zur Höchstrisikogruppe, aber in den See lassen will er ihn vorsichtshalber nicht mehr.

Der Uferbereich des Mandichosees blieb im Sommer 2019 nach dem Fund einer giftigen Blaualgenart gesperrt.
Bild: Christina Riedmann-Pooch

Im Biergarten bei Thomas Marzano genießen die Gäste in der kühlen Sommerbrise unter den schattigen Bäumen den schönen Ausblick auf den See. Nach dem Corona-Lockdown ein doppelter Genuss. Der Kioskbetreiber selbst ist nur kurz telefonisch zu sprechen. Klar mache er sich immer Sorgen, wenn er etwas über die Blaualge höre, aber die Algenart werde wohl immer im See zu finden sein, meint er: Es komme schließlich auch auf die Konzentration an.

Blaualgen-Gefahr: Warnung für Kleinkinder und Hunde

Im Moment ist es nur ein Verdacht, sagt auch Rainer Fieber, Geschäftsstellenleiter der Gemeinde Merching. Auch er wisse nicht, was das Ergebnis der Proben bringen werde. Allerdings gelte ausdrücklich die veröffentlichte Warnung des Landratsamts für Kleinkinder und Hunde.

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