1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Böllerschützen feiern lautstark ihr Jubiläum in Mering

Mering

08.09.2019

Böllerschützen feiern lautstark ihr Jubiläum in Mering

Copy%20of%20DSCF0313.tif
2 Bilder
Ein besonderes Ereignis war das Platzschießen mit sechs verschiedenen Schüssen von Reihenfeuer, Doppelschlag bis zum gemeinsamen Salut.

Die Sparte des Meringer Vereins besteht seit 30 Jahren. Anlässlich des zweiten Gau-Böllertreffens lassen es 120 Teilnehmer beim Platzschießen krachen.

Seit 25 Jahren schicken die Böllerschützen gemeinsam mit der Kolpingkapelle die Meringer Bürger auf laute Weise ins neue Jahr. Nun hat die Untersparte der KK-Schützen Mering mit vielen Gästen aus den umliegenden Gemeinden des Landkreises Aichach-Friedberg ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert.

Aus Wulfertshausen, Laimering, Steinach, Ried, Egenburg, Tegernbach, Hörbach, Hörmannsberg, Scheuring, Kissing, Bachern, Merching und Obergriesbach kamen die Böllerschützen in ihren unterschiedlichen Trachten, zum Teil mit der gesamten Familie, nach Mering.

Zweiter Bürgermeister Florian Mayer gratulierte im Namen der Marktgemeinde und ging in seiner Ansprache auf die Geschichte der Gruppe ein. Im Juli 1989 gründeten Hans Bernhard, Martin und Helmut Hirschberger sowie Norbert und Günther Gold die aktuell 16 Mann starke Truppe der Böllerschützen, die Franz Eppeneder seit 2017 als Böllerkommandant leitet. Jeder, der dieses alte Brauchtum an der Waffe ausüben möchte, muss eine Sachkundeprüfung ablegen. Seit Mai 1997 gibt es zudem die von Martin Hirschberger und Stefan Gistl angefertigte und finanzierte Kanone, die auch beim Jubiläum zum Einsatz kam.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Viele Ehrengäste beim Jubiläum in Mering

Als Ehrengäste sprachen Bezirksböllerreferent Johann Maier, Gau-Schützenmeister Wolfgang Maschenbauer und Landrat Klaus Metzger. Maschenbauer überreichte dem Schützenmeister Florian Purps als Geschenk einen bayerischen Löwen für das Vereinsheim.

Böllerkommandant Eppeneder, der die zahlreichen Gäste aus dem Gau Friedberg willkommen hieß, ist seit 1996 Mitglied bei den Böllerschützen. „Ich liebe es, diese Tradition zu pflegen. Wir üben zwölfmal im Jahr und haben etwa zehn Veranstaltungen, an denen wir uns beteiligen“, sagte er schmunzelnd. Sogar beim 800. Jubiläum der Stadt München im Jahr 2008 war er dabei.

Seit 35 Jahren sei er aktiv im Schießsport und trat den KK-Schützen aus eigenem Interesse bei. Das erste Gau-Böllertreffen hatte zur Feier des 30-jährigen Bestehens der Böllergruppe Hörmannsberg im August 2018 stattgefunden, fügte er hinzu.

Der 67-jährige Hans Bernhard, einer der Gründer der Meringer Böllergruppe, erklärte bei der Feier, dass er die monatlichen Treffen im Heim sowie die Böllertreffen anderer Vereine bis hin zum oberbayerischen oder bayerischen liebt. Er zeigte seine vielen Anstecknadeln am Hut, die es bei jeder Veranstaltung für die Teilnehmer gibt. Sein Sohn Christian ist seit dem 14. Lebensjahr Mitglied der Böllerschützen und erhielt eine besondere Ehrung.

Auch Frauen schließen sich den Böllerschützen an

Besondere Ereignisse waren der Umzug mit dem Spielmannszug und das Platzschießen zum zweiten Gau-Böllertreffen. Nachdem jeder Verein auf das Kommando „Böller laden, gemeinsam verdämmen, Zünder setzen, spannt den Hahn, Böller hoch, Feuer“ geschossen hatte, gab es das langsame und schnelle Reihenfeuer, den Doppelschlag, den Reißverschluss und zuletzt den gemeinsamen Salut. 120 Teilnehmer waren dabei.

FA_Gauböllertreffen (24).jpg
32 Bilder
Böllerschützen bei Jubiläumsfeier in Mering
Bild: Heike Scherer

Manche Vereine haben auch weibliche Böllerschützen: Martina Marko ist seit einem Jahr Mitglied bei Mandicho Merching. „Als unser Chef beim Neujahrsschießen 2018 alleine dastand, beschloss ich, der Gruppe beizutreten“, verriet sie. Weibliche Mitglieder gibt es auch bei den Böllerschützen aus Wulfertshausen, die sich anlässlich des zweiten Altstadtfestes im Jahr 1992 gründeten. Aus anfangs zehn Mitgliedern wurden 40, erzählte Josef Bestele. Die Gemütlichkeit schätzt Sepp Reitner aus Ried, wo es die Böllerschützen seit 2002 gibt. Er erinnert sich an den Besuch von Markus Söder zur Schuleinweihung oder die Eröffnung des Edeka-Marktes als besondere Ereignisse. „Bei uns Böllerschützen ist immer gute Stimmung, sogar unser Bürgermeister ist Mitglied“, sagte er. Bis in den späten Abend feierten die Böllerschützen im Vereinsheim weiter.

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit dem Newsletter der Friedberger Allgemeinen.

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren