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Friedberg
21.01.2020

Bonpflicht: Händler schimpfen über Kassenzettel-Flut

Alexandro Carozzo hat einen Lotto- und Schreibwarenladen in Friedberg. Er ärgert sich über die schwachsinnigen Kassenzettel in seinem Lottoladen.
Foto: Philipp Janelt

Plus Seit Januar sind Geschäfte verpflichtet, Kunden einen Bon auszudrucken. Das sorgt für Frust. Hat eine Firma aus dem Landkreis Aichach-Friedberg eine Lösung?

Egal ob eine Breze beim Bäcker, 100 Gramm Wurst beim Metzger oder ein neuer Radiergummi im Schreibwarenladen: Wer kauft, bekommt seit diesem Jahr einen Kassenbon. Denn seit Beginn des Jahres gilt in Deutschland die "Belegausgabepflicht", umgangssprachlich „Bonpflicht“ genannt.

Damit will die Bundesregierung Steuerhinterziehungen durch manipulierte Zahlen entgegenwirken. Das stößt auf wenig Gegenliebe. „Die Bonpflicht ist völliger Unsinn. Meine Angestellten müssen nun zu jedem Kaffee und jedem einzelnen Stück Zitronenkuchen einen Bon zum Kunden an den Tisch bringen, den die Leute dann sowieso nicht haben wollenn“, schimpft Willi Weißgerber vom Friedberger Altstadtcafé. Es entstehe so tonnenweise unnötiger und dazu noch gesundheits- und umweltschädlicher Giftmüll. Die Tinte nämlich sei krebserregend.

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