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Merching

12.08.2020

Boote bleiben auf dem Merchinger Schwanensee verboten

Am Schwanensee in Merching dürfen Fischer weiterhin keine Boote einsetzen.
Bild: Christina Riedmann-Pooch

Plus Der Merchinger Gemeinderat spricht sich gegen einen Antrag der Fischergilde aus. Wie das begründet wird und wie es um die Ortsdurchfahrt steht.

Auf dem Merchinger Schwanensee dürfen Fischer weiterhin nicht mit Booten ihrem Hobby nachgehen. Der Gemeinderat lehnte in seiner jüngsten Sitzung einen entsprechenden Antrag der Fischergilde ab.

Boote dürfen nur dann fahren, wenn es um Tageseinsätze oder dringende Fahrten geht, die der Instandhaltung des Gewässers dienen. Zu beachten sind dabei die Laich- und Brutzeiten, sowie einschlägige Vorschriften des Naturschutzes: Am Schwanensee leben geschützte Tiere, unter anderem Biber und Eisvogel. Auch die Untere Naturschutzbehörde, die in diesem Zusammenhang befragt wurde, wies ausdrücklich darauf hin, dass die Tier- und Vogelwelt vor Störungen durch Freizeitnutzung zu bewahren sei. Allgemein ist am Schwanensee auch nur eine extensive fischereirechtliche Nutzung ohne Besatz und Zufütterung zulässig. Eine offizielle Genehmigung hätte bedeutet, die Bootsnutzung auf dem See für die Allgemeinheit zu öffnen. Dies lehnte der Rat aber einstimmig ab.

Bürgermeister Helmut Luichtl gab bekannt, dass das Hochwasserrückhaltebecken Nähe Steinach nun endgültig fertiggestellt sei. Nun werde zeitnah die Zusage an die Landwirtschaft umgesetzt, dass bald alle betroffenen Feldwege saniert werden. Natürlich sei auf den Feldern wegen der Erntezeit ohnehin ein sehr großer Betrieb zu verzeichnen, aber er sei froh, dass die Vereinbarung zügig umgesetzt werde und zuversichtlich, dass dies reibungslos ablaufen werde.

Gemeinde Merching ersetzt gefällte Bäume

Die Nussbäume in der Kolpingstraße sollen primär nicht gefällt werden: Zunächst wird einer der Bäume einen Pflegeschnitt erhalten, um zu prüfen, wie sich sein Zustand entwickelt. Diesen Beschluss der vergangenen Gemeinderatssitzung stellte Wolfgang Schlagenhauf noch einmal heraus. Eine gegensätzliche fehlerhafte Mitteilung hatte in Merching umgehend für Proteste gesorgt: Mit zwei Schildern protestieren Anwohner in der Kolpingstraße gegen die Fällung der Eichen. Diese Befürchtung entsprach jedoch nicht dem Beschluss. Auch in der Eichenstraße sollen die Eichenbäume nicht sofort und auf einmal, sondern nach Erfordernissen gefällt werden. Jeder gefällte Baum wird durch eine Nachpflanzung ersetzt.

Für Merchinger Bürger gibt es im Zusammenhang mit der Trinkwasserversorgung einige positive Entwicklungen. Da Eglings Wasserversorgung – die Gemeinde gehört nun auch zur Adelburggruppe – optimiert werden sollte, wurde nun auf Steinacher Flur eine Leitung gebaut. Die Kosten trug die Gemeinde Egling. So wie jetzt Merching den Eglingern aushelfen konnte, werde man nun im Notfall auch auf diese Ringschlussleitung zurückgreifen können, unterstrich der stellvertretende Bürgermeister Markus Storch.

Statistik zeigt: Schülerzahlen werden in Merching steigen

Storch informierte den Rat, dass im Herbst über die Abrechnungsmodalitäten, die in Merching und Kissing sehr unterschiedlich gehandhabt werden, beraten werden wird. Hier werden auch die Kämmerer der zugehörigen Gemeinden Mering, Kissing, Merching und Ried teilnehmen.

Eine Statistikerhebung bis 2028 zeigte außerdem, dass die Schülerzahlen in Merching bis 50 Prozent, insbesondere aufgrund des großen Zuzugs in Mering, steigen werden. Obwohl man in den vergangenen Jahren immer die Schulerweiterung im Auge behalten und viel dafür getan habe, würde man auch weiterhin viel Arbeit damit haben, unterstrich Storch. Er würdigte in diesem Zusammenhang das hervorragende Abschneiden der diesjährigen Abschlussklasse und gratulierte an dieser Stelle noch einmal offiziell den Schülern, die sich alle entweder eine Lehrstelle oder einen Platz an einer weiterführenden Schule erarbeiten konnten.

Wegen des großen Zuzugs in Mering, werden die Schülerzahlen in Merching deutlich ansteigen.
Bild: Anja Dondl

Im Zuge des dritten Bauabschnitts der Ortsdurchfahrt, der diesmal die Landsberger Straße betrifft, soll auch der Kanal bis zum Ortsschild weiterverlegt werden. Vorteile sind die Anschlussmöglichkeit an das Sägewerk und die damit verbundene Option, eine Leitung zu haben, falls an dieser Stelle irgendwann ein Neubaugebiet entwickelt werden sollte. Auch ein Ringschluss mit einer Wasserleitung – möglichst ohne Hebe- und Pumpanlage zum nahe gelegenen Wasserwerk soll entstehen. Die Maßnahmen betreffen auch die Bachstraße, die zum Trachtenheim D’Paartaler führt.

Die Pflege der Gewässer dritter Ordnung für 2021 wurde geplant: Die Durchgängigkeit der Schmiechach will sich der Bauhof 2021 besonders vornehmen. Eine Aufnahme in das Bauprogramm mit einer Summe von 4000 Euro bestätigte der Rat für das kommende Haushaltsjahr.

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