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Premiere

02.12.2014

Bühnenspaß mit dem Besenbinder Beppi

Bei den Proben beobachtet Spielleiter Franz Wasmeier (links unten) ganz genau, ob seine Darsteller auf der Bühne richtig agieren.
Bild: Heike John

Am Samstag ist die erste von fünf Aufführungen der Rieder Theaterfreunde. Heuer mit Verstärkung aus Baindlkirch

„Vorhang auf“ heißt es bereits seit einigen Wochen auf den Plakaten der Rieder Theaterfreunde. Am Nikolaustag ist es endlich so weit und die Premiere des neuen Stücks „Besenbinder Beppi“ von Ulla Kling findet im Theaterraum unter dem Rathaus statt. Seit Langem proben die Laienschauspieler um Spielleiter Franz Wasmeier für diese Komödie rund um die Familie Blötzinger, die sich in einer Wirtsstube abspielt. Für die unterhaltsame und lustige Handlung mussten einige Darsteller ordentlich viel Text lernen.

Opa Blötzinger entdeckt in seinem Schrank zwischen den langen Unterhosen einen Brief, in dem ihm seine verstorbene Frau mitteilt, dass ihr Sohn gar nicht von ihm ist, sondern in einem Schäferstündchen mit dem Baron in der Besenkammer des Schlosses entstanden ist. Sind Bernhard senior und Bernhard junior nun adeliger Herkunft? Der bevorstehende Adelstitel bringt den Junior völlig aus dem Gleis. Er gibt an, was das Zeug hält und erteilt sogar seiner Freundin den Laufpass. Bis die vornehme Baronin, inzwischen auch Witwe, in der Wirtsstube der Blötzingers auftaucht und ihn auf adelige Weise wieder zur Vernunft bringt. Und dabei verführt sie so ganz nebenbei auch noch den Opa. Diesen spielt übrigens Klaus Speidl aus Baindlkirch, und Spielleiter Franz Wasmeier ist voll des Lobes über die „Leihgabe“ der Baindlkircher Brettlbühne.

Überhaupt zeigt er sich sehr begeistert vom Engagement seines Teams. „Viele haben nur darauf gewartet, dass man sie anspricht und sagt: ,Ich habe für dich ’ne Rolle‘“. Das Theaterspielen sei einfach ein guter Freizeitausgleich, findet Alois Bachmair. Der Vorsitzende der Theaterfreunde ist selbst mit dabei und spielt Opa Blötzingers Sohn. Von rund 25 Laienspielern im Verein sind bei diesem Stück zwölf aktiv. „Die anderen spielen dann im kommenden Jahr wieder mit“, erklärt Franz Wasmeier, der im jährlichen Wechsel mit Gerald Sandmeir die Spielleitung hat. In diesem Jahr steht ihm aus gesundheitlichen Gründen auch noch Hans Vötter als Ersatzspielleiter zur Seite. Und es gibt auch ein paar neue Mitspieler. Dazu gehören Mario Lutz und Uli Erhard, die als Freunde des Besenbinder Beppi erstmals kleinere Rollen spielen.

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Bisher wirkte Mario Lutz nur im Hintergrund beim Auf- und Abbau mit, nun steht er das erste Mal oben auf der Bühne. „Lampenfieber hab ich noch keines, aber bislang hatten wir ja auch noch kein Publikum“, erklärte der 27-Jährige. Den Besenbinder Beppi spielt übrigens Markus Nimführ, der schon einiges an Bühnenerfahrung mitbringt. „Das Publikum muss richtig gefesselt sein. Wenn einer droben steht, als ob er auf den Bus warten dat, das geht gar nicht“, erklärt Spielleiter Wasmeier, warum er bei den Proben nicht locker lässt, bis alles sitzt. Im vergangenen Jahr wurde das Stück „Jean Sappralott“ gespielt. „Da waren wir nur fünf Schauspieler und es war ein sehr aufwendiges Stück, das aber komischerweise beim Rieder Publikum nicht so gut ankam“, erzählt Renate Wagner mit Bedauern. Im „Besenbinder Beppi“ spielt sie die Schwiegertochter von Opa Blötzinger und hofft zusammen mit ihren elf Mitschauspielern, den Spielleitern sowie allen Beteiligten wie Bühnenbauer, Maskenbildner oder Souffleuse auf viel Publikumsbegeisterung bei den diesjährigen Aufführungen.

Am kommenden Samstagabend um 20 Uhr ist die Premiere. Am Sonntag gibt es um 14 Uhr eine Nachmittagsvorstellung mit Kaffee und Kuchen. Bei dieser Aufführung tritt auch die Nachwuchsgruppe unter der Leitung von Sandra Erhard und Anna-Maria Müller mit ihrem Sketch „Das Rezept“ auf. (jojo)

Gespielt wird das Stück „Besenbinder Beppi“ noch zusätzlich am Freitag und Samstag, 12./13. Dezember, jeweils 20 Uhr, und Sonntag, 14. Dezember, 19.30 Uhr. Karten sind unter der Telefonnummer 08233/1337 oder an der Abendkasse erhältlich.

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