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CSU Aichach-Friedberg

12.10.2019

CSU nominiert Klaus Metzger für zweite Amtszeit als Landrat

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Glückliche Gesichter nach der Wahl zum Landratskandidaten (von links): Kreisvorsitzender Peter Tomaschko, Landrat Klaus Metzger mit seiner Frau Birgit und stellvertretender Landrat Manfred Losinger.
Bild: Thomas Goßner

Der vor fünf Jahren als Newcomer gestartete Klaus Metzger hat die Parteibasis überzeugt. Im Mittelpunkt seiner Rede stehen die Menschen im Landkreis Aichach-Friedberg.

Großer Vertrauensbeweis der CSU-Basis für den amtierenden Landrat Klaus Metzger: Mit 99,3 Prozent nominierten ihn die Mitglieder der Kreisdelegiertenversammlung für die Wiederwahl im kommenden März. Von 143 abgegebenen Stimmen waren 139 gültig, davon entfielen 138 auf Metzger.

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Vor sechs Jahren hatte der politische Quereinsteiger, der zuvor das Staatliche Schulamt geleitet hatte, noch sechs Nein-Stimmen erhalten. Auch die vom Kreisvorstand gemeinsam mit den Ortsverbänden und Arbeitsgemeinschaften erarbeitete Liste für den Kreistag passierte die Versammlung ohne Veränderungen. Platz eins nimmt darauf erstmals der Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Peter Tomaschko ein. Da Metzger keinen Wohnsitz im Landkreis hat, kann er zwar als Landrat, nicht aber als Kreisrat antreten.

Wie lebt es sich im Wittelsbacher Land?

In ungewohntem Rahmen fand die Nominierungsveranstaltung diesmal in den Räumen der Firma Finstral in Derching statt. Und auch inhaltlich zeigte sich die CSU mit einem modernen Format. In einer Talkrunde stellten David Hein, Geschäftsführer des Wittelsbacher-Land-Vereins, Susannah Lindermeier von der Jungen Union, Klimaschutzmanagerin Johanna Rügamer und Andreas Thiel von der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH dar, welche Vorzüge und Perspektiven der Landkreis Aichach-Friedberg bietet.

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„Das Wittelsbacher Land steht gut da“, fasste Peter Tomaschko in seiner Begrüßung zusammen. Es gebe Vollbeschäftigung, leistungsfähige mittelständische Betriebe, ein starkes Ehrenamt und eine altbayerische Identität. „Das alles ist ein verdient der Bürger, aber dafür müssen auch die politischen Rahmenbedingungen stimmen“, sagte Tomaschko.

Klaus Metzgers verbindliche Art öffnet viele Türen

Metzger sei vor fünfeinhalb Jahren als Newcomer gestartet, habe aber schnell überzeugt. Metzgers verbindliche Art habe viele Türen geöffnet und zur Lösung der Probleme beigetragen und erinnerte an Themen wie den Flüchtlingszustrom, die Klima- und Umweltschutz, Bildung, Soziales und die Abfallwirtschaft, bei der ein gefühlt weiger Streit mit der Einführung der Gelben Tonne beigelegt worden sei.

Metzger selbst bekräftige mit einem humorvollen „Ja, ich will!“ seine Bereitschaft, für weitere sechs Jahre als Landrat anzutreten. „Ich habe Lust auf und Freude an der Kommunalpolitik, weil sie unmittelbar bei und mit den Menschen ist“, sagte er. Es gehe darum, Sorge dafür zu tragen, dass die Menschen in ihrer Heimat zufrieden sind. Was so schlicht klinge, sei in der Wirklichkeit aber fordernd, denn jeder Bürger habe unterschiedliche Bedürfnisse und Vorstellungen. „Aber die Menschen müssen spüren, dass man sich dieser Wünsche annimmt, auch wenn das Ergebnis letztendlich nicht hundertprozentig passt“, hat Metzger im Lauf der vergangenen Jahre erfahren: Sie seien auch dann zufrieden, wenn ein Kompromiss gefunden wurde, der für sie zumindest verstehbar sei.

Die großen Themen im Landkreis Aichach-Friedberg

Zu den großen Themen im Landkreis gehören für Metzger die Zukunft der Kliniken an der Paar, an deren Fortbestand er voller Überzeugung festhält, aber auch der Fachkräftemangel, die Wohnungssituation, der Druck auf Familien, die Regelungen in der Zuwanderung oder der Rechtsanspruch auf Betreuung. Vieles, was der Gesetzgeber sicher mit besten Absichten beschlossen habe, stelle die Kommunen vor extreme Herausforderungen. Metzger würde sich deshalb mehr Spielräume wünschen, weil vor Ort am besten entschieden werde, was wichtig und nötig sei.

Der Landrat erinnerte auch an einmalige Ereignisse wie den Baustopp am Meringer Gymnasium, den Tornado in Affing, das Zugunglück in Aichach und die Blaualgen im Mandichosee. Auf eine umfassende Aufzählung des Geleisteten verzichtete er – sie steht als pdf-Datei im Internet unter www.landrat-metzger.de bereit.

Was Klaus Metzger von seinem Team erwartet

Metzger betonte seine Freude an der Zusammenarbeit mit den Kandidaten auf der CSU-Kreistagsliste und mahnte: „Was Menschen zu Recht von der Politik vor Ort erwarten, ist zuhören, kümmern, möglich machen, Beharrlichkeit, Verlässlichkeit, Pragmatismus, Zukunftsorientierung und Werteorientierung.“ Denn die Zeiten, so metzger, würden nicht einfacher, das stehe fest: „Umso wichtiger ist es, sich im größtmöglichen Miteinander den Herausforderungen zu stellen. Die Menschen erwarten diesen Einsatz nicht nur, sie verdienen ihn auch.“

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