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Aschermittwoch in Mering

15.02.2018

CSU spricht zum Gewerbepark und verteilt Rosen

Der Meringer CSU-Ortsvorsitzende Florian Mayer (links) und Landratsstellvertreter Manfred Losinger verteilen beim politischen Aschermittwoch Rosen an die weiblichen Gäste.
Bild: Brigitte Glas

In Mering stehen lokale und Landkreis-Themen im Mittelpunkt. Die örtlichen Politiker bekennen sich zur Gelben Tonne.

Am Aschermittwoch wird auch in Mering traditionell über Politik geredet. Wenn allerdings der Valentinstag auf denselben Tag fällt, zeigen sich CSU-Politiker galant. So begrüßten der Ortsvorsitzende Florian Mayer und Landratsstellvertreter Manfred Losinger alle Damen mit einer Rose. Mayer ging in seiner Begrüßung auf zwei Meringer Themen ein. Zum einen auf den Gewerbepark, auf dem sich die Firma Honold ansiedeln soll. Die CSU habe zugestimmt, weil sie Gewerbeansiedlung wolle. Zwar habe sich der Marktgemeinderat für kleinflächiges Gewerbe ausgesprochen, aber „manchmal sind die Umstände anders“, so Mayer. Auch sei es mit der Information von Anfang an schwierig gewesen und viele Entscheidungen seien unter Zeitdruck gefallen.

Zum anderen ging Mayer auf die Einführung der Gelben Tonne ein. „Die Bürger wollen sie“, sagte er und verwies auf die Umfrage, bei der sich 75 Prozent dafür ausgesprochen hätten. Mayer verwies auf das hohe Verkehrsaufkommen durch den Mülltourismus in der Hermann-Löns-Straße. Die Gelbe Tonne bedeute eine Entlastung der Anwohner und einen Beitrag zum Klimaschutz.

Für Losinger, der auch Kreisrat und Stadtrat in Friedberg ist, war die Gelbe Tonne ebenfalls eines seiner Hauptthemen. „Wir haben es uns nicht leicht gemacht“, sagte er. Seinerzeit seien die Wertstoffsammelstellen eine sehr gute Lösung gewesen, da es auch gute Absatzmöglichkeiten gegeben habe. Aber die gesetzlichen Grundlagen änderten sich. Zudem seien nicht alle Bürger mobil und bei den Erfassungsquoten stünde der Landkreis nicht gut da. Wichtig sei ihm der Umweltgedanke. Der Inhalt der Gelben Tonnen ginge in große Sortieranlagen, wo maschinell, aber auch von Hand getrennt werde. Zu den Grünen sagte er: „Erst stimmen sie einer Umfrage zu, und wenn das Ergebnis nicht passt, erkennen sie es nicht an.“ Auf Nachfrage erklärte Losinger, die Gelbe Tonne hätte mit den Müllgebühren nichts zu tun, da der Verbraucher mit dem Kauf von Verpackungen mit dem Grünen Punkt die Entsorgung bereits be-zahlt habe.

Losinger ging weiter auf den Kreishaushalt mit den größten Einnahme- und Ausgabeposten ein. Kritisch sah er die Forderungen nach kostenfreiem Nahverkehr. Derzeit bezahle der Landkreis jährlich 6,4 Millionen Euro an den AVV. Ein großer Kostenfaktor seien die Kliniken an der Paar, deren Defizit wieder stark gestiegen sei. Er sehe Licht am Horizont, wenn die Personalkosten aus den Fallpauschalen herausgenommen würden. In der Pflege gebe es einen Riesenbedarf, aber auch Riesenschritte. Die Zahl der Pflegeplätze sei in 20 Jahren von 400 auf 1100 gestiegen.

Zu Zuwanderung und Integration meinte Losinger: „Wir sind auf einem guten Weg.“ Alle Flüchtlinge seien gut untergebracht. Er lege Wert darauf, dass alles nach rechtsstaatlichen Grundsätzen abläuft. „Wer zu Unrecht hier ist, muss unser Land verlassen.“ Im Sozialen Wohnungsbau werde zwar viel gebaut, trotzdem könne der Landkreis nur die „Spitze des Eisbergs“ abfedern. Auf einem guten Weg sah er auch die Schulen im Landkreis. Die Bauarbeiten am Gymnasium Mering gingen trotz des Baustopps im vergangenen Jahr zügig voran. Die Erweiterung der Realschule in Affing sei bereits fertig. Losinger begründete den Neubau der Vinzenz-Palotti-Schule in Friedberg mit den Anforderungen des Brandschutzes.

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