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24.06.2009

Charakterköpfe für Pocking aus Friedberg

Wulfertshausen (scha) - Riesige Babys sind derzeit im Atelier und Garten von Bildhauer Wolfgang Auer in Wulfertshausen in Arbeit. Klein wirkt gleich nebenan der modellierte Charakterkopf einer älteren Dame. In Kürze wird er in Bronze gegossen und im Sommer in der niederbayerischen Stadt Pocking eingeweiht. Die "Blue Babys" lassen hingegen noch etwas auf sich warten, bis sie ab Anfang Oktober im Friedberger Museum im Schloss herumkrabbeln. Auer freut sich schon darauf. Aber auch die Dame ist ihm wichtig. Es handelt sich um einen Folgeauftrag.

Bürgerpark und dazu eine Million Euro gestiftet

Denn zuvor hatte Auer im Vorjahr schon deren Bruder als Porträtstele aufgestellt. Es handelt sich um das Geschwisterpaar Alfred und Aquilina Wenig. Die beiden hatten der Stadt Pocking das Gelände für einen Bürgerpark sowie eine Million Euro zu dessen Erhaltung gestiftet.

Für so viel Großzügigkeit bedankt sich Pocking in dem Park mit den beiden Porträtstelen, die insgesamt mit Material etwa 50 000 Euro kosten. Der Auftrag ging nach Friedberg, weil man in Pocking den von dort stammenden Bildhauer Wolfgang Auer nicht vergessen hat. Als ehemaliger Pockinger hat der heutige Friedberger noch das Stifterpaar gekannt. Vor über 30 Jahren hat Auer bei Alfred Wenig Tennis gelernt: "Er war eine Art Turnvater Jahn von Pocking." Die Schwester Aquilina hat Auer nur flüchtig gekannt. Als Vorbild für ihren modellierten Kopf diente ein Passbild. Dem Friedberger war der Wiedererkennungseffekt wichtig. Er wollte die Köpfe der Stifter-Geschwister so gestalten, wie sie die Leute gekannt haben.

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Hunde hoben schon mal die Hinterpfote

Dass dies bei Alfred Wenig gelungen ist, wurde Auer schon im Vorjahr nach der Enthüllung beim Bürgerfest bestätigt. Allerdings stand die Stele bislang nach Ansicht des Bürgermeisters "ein wenig abseits". Für die beiden Kunstwerke hat man sich jetzt einen zentraleren Ort im Bürgerpark ausgesucht. Zudem hoben bislang an dem Wenig-Denkmal schon einmal Hunde die Hinterpfote. Dies sollen künftig Granitsockel verhindern, auf die Auer die Stelen setzen wird.

Die Bronze-Variante von Aquilina Wenig wird sich nicht direkt neben ihrem Bruder Alfred gesellen. Sie sehen sich auch nicht gegenseitig an. "Das wäre mir zu schmalzig gewesen", meint Wolfgang Auer. Er glaubt, dass dies nicht zu dem Pockinger Geschwisterpaar gepasst hätte.

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