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Wirtschaft

26.10.2017

„Cityscheck“ soll das Geschäft ankurbeln

Die Verantwortlichen des Aktiv Rings sind stolz auf den neuen Cityscheck:  Innenstadtkoordinator Manuel Weindl, Schatzmeisterin Evelyn Vogg und Geschäftsführer Daniel Götz (von links).
Bild: Sabine Roth

Der Aktivring stellt ein einheitliches Gutscheinsystem für Friedberg vor. Bislang machen 40 Unternehmen mit, doch langfristig soll die Karte flächendeckend akzeptiert werden.

Am Freitag, 17. November, beginnt in Friedberg ein neues Zeitalter. Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft führen die Einzelhändler ein Gutscheinsystem ein. Den neuen „Cityscheck“ stellte Innenstadtkoordinator Manuel Weindl bei einer Versammlung des Aktivrings vor. Ziel sei es, durch eine möglichst breite Akzeptanz unter den Friedberger Einzelhändlern und Gewerbetreibenden Kaufkraft in der Friedberger Innenstadt zu halten, aber auch zurückzugewinnen. Eine Einkaufskarte sei deshalb schon lange Jahre in Planung. „Erfreulich ist, dass bereits jetzt schon rund 40 Unternehmen zugesagt haben, sich daran zu beteiligen“, freute sich Weindl. Langfristig sollen aber möglichst flächendeckend alle Geschäftsleute aus der Innenstadt den Gutschein als Zahlungsmittel akzeptieren.

Bislang gab es kein einheitliches Gutscheinsystem in Friedberg. Das mache sich vor allem im Weihnachtsgeschäft bemerkbar, bedauerte Weindl. Viele Kunden kaufen dann lieber online ein oder fahren schnell woanders hin. Dem soll durch einen Gutschein, der in den Geschäften der Innenstadt, aber auch in den Cafés, Bars, Restaurants und weiteren Dienstleistern wie Friseuren und Kosmetikerinnen akzeptiert wird, gegengesteuert werden.

Geplant war es zunächst, die Gutscheinkarte über das Bürgerbüro zu verkaufen. Doch das wurde aus Kostengründen von der Stadt abgelehnt. Nun sind die Geschäfte in der Innenstadt bei der Abwicklung gefragt. Die Karten gibt es im Wert von elf und 22 Euro. In der Summe ergibt sich ein Wert von 44 Euro, das ist genau die Höhe, die man auch für Personalgutscheine steuerfrei ausgeben darf. Eine Barauszahlung ist nicht möglich.

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Die Illustration auf der Karte stammt von Anton Oberfrank. Zudem sind die Logos des Aktivrings und der Stadt Friedberg aufgedruckt. Ein QR-Code verweist auf die teilnehmenden Geschäfte. Auch ein Aufkleber an der Tür oder im Schaufenster der Geschäfte zeigt an, wer den „Cityscheck“ annimmt. Gültig ist die Karte bis 31. Dezember 2022. Sie wird auch am Wochenmarkt angenommen.

Wie wird es finanziert? „Die Kosten für Entwicklung, Herstellung und Marketingmaßnahmen in den ersten beiden Jahren belaufen sich für den Aktivring in einem niedrigen fünfstelligen Bereich. Die Stadt Friedberg beteiligt sich im Rahmen der Wirtschaftsförderung und unterstützt zudem die Vermarktung des Cityschecks Friedberg mit ihrer vorhandener Infrastruktur“, freut sich Manuel Weindl.

Begleitet wird die Einführung des „Cityschecks“ mit Öffentlichkeitsarbeit und einer Werbekampagne. Jetzt müssen noch viele weitere Mitstreiter gefunden werden, die sich daran beteiligen. Denn: Nur gemeinsam geht’s. Darin ist man sich einig. „Es sollte jeder mitmachen. Nur so können wir die Wirtschaft ankurbeln“, sagt Hansi Waltner bei der anschließenden Diskussionsrunde. Er verkaufe viele Schilder an Autohäuser in Augsburg und könne durch das Verschenken einer Karte aus Friedberg neue Käufer in die Altstadt locken. Auch Gregor Pfundmeir appelliert an die Runde: „Man muss miteinander sprechen und sich gegenseitig anstoßen.“ Doch man ist optimistisch. So war auch das Gutscheinheft, das im Sommer über das Möbelhaus Segmüller an Kunden verteilt wurde, ein großer Erfolg. Laut der beteiligten Geschäfte kamen dadurch viele neue Kunden zu ihnen und es wurden zusätzliche Einkäufe verzeichnet. Über zwei Drittel der teilnehmenden Firmen waren zufrieden.

Bürgermeister Roland Eichmann freut sich, zu sehen, was hier in die Wege geleitet wurde. Thomas David, der am 1. Dezember die Stelle des Citymanagers antritt, werde die Geschäftswelt unterstützen, versprach er. David soll zunächst die nötigen Strukturen aufbauen. Danach könne diese Aufgabe ein einziger Mann nicht mehr stemmen. Das gehe nur gemeinsam, appellierte Eichmann. Deshalb müsse das Zusammenspiel der Stadt mit den Einzelhändlern stimmen.

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