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Friedberg

03.05.2020

Corona-Aktion: Friedberger Kinder laufen für Spenden

Kinder aus Friedberg wollen mit einem Aufruf zum Laufen Spenden sammeln.
Bild: Julian Stratenschulte, dpa (Symbolbild)

Leon Pamer aus Friedberg startete einen Aufruf zum Laufen. Die Resonanz ist groß und das Geld unterstützt einen guten Zweck.

Für Amelie und Leon Pamer dauert eine Runde kaum eine Minute. Auch ich als Autor dieses Textes komme in etwa dieser Zeit ins Ziel. Ein Blick auf die Pulsuhr, Stand jetzt bin ich etwa 1200 Schritte gelaufen. Amelie und Leon gehen da schon in die zweite Runde – und sechs weitere Kinder aus der Nachbarschaft hinterher.

Die Friedberger Kinder laufen Runden um den Häuserblock, um Spenden zu generieren. Pro Runde gibt es einen kleinen Betrag. „Wir sind schon bei etwa 70 Euro“, sagt Robert Pamer, der Vater der fünfjährigen Amelie und des siebenjährigen Leon. Die Eltern feuern kräftig an und spenden das Geld aus der eigenen Tasche. Andere Familien aus der Straße haben auch schon einiges beisammen.

Corona: Mit dieser Aktion bleiben die Kinder in Bewegung

„Der Betrag ist nicht wichtig“, sagt Pamer. Er und seine Frau wollten einen Weg finden, ihre beiden Kinder während der Ausgangsbeschränkungen zu beschäftigen. Und in Bewegung zu halten. Denn Leon betreibt normalerweise bei der TSG Hochzoll Kinderkampfsport. Laufen gehörte bislang nicht zu seinen Lieblingsbeschäftigungen.

 

Dies hat sich nun geändert. „Mit meinen Freunden zusammen zu laufen macht viel Spaß“, sagt der Siebenjährige. Auch die kleine Schwester ist mit Feuereifer dabei, muss als Küken der Kindergruppe jedoch manchmal auf ihren Tretroller zurückgreifen, um mitzuhalten.

Doch es sind nicht nur Kinder aus Friedberg, die sich an der Aktion beteiligen. Da Familie Pamer zuvor in München wohnte, sind auch Leons Freunde aus der Landeshauptstadt dabei. Dazu kommen Kinder aus Augsburg uns Mertingen.

Erlös wird für verschiedene Organisationen gespendet

Gespendet wird für allerlei Organisationen. Leon und Amelie haben sich für Sea Eye entschieden, eine Hilfsorganisation für gestrandete Flüchtlinge. Sie haben dazu einen Beitrag im Fernsehen gesehen. Andere Kinder wollen an das Therapie- und Trainingszentrum Friedberg, den Zoo in Augsburg oder Behindertenorganisationen spenden. „Wie viel und an wen, ist letztlich egal“, sagt Vater Pamer. „Wir wollten einen Mehrwert schaffen, das klappt mit den Spenden ganz gut.“

Vergangene Woche hat die Aktion angefangen, Leons Mutter hat ein Video mit ihm aufgenommen. Dort ruft er die Kinder aus der Nachbarschaft dazu auf, mit ihm mitzulaufen. Insgesamt sind 21 Kinder immer mal wieder dabei, Leon und Amelie laufen fast jeden Tag. So auch heute. Im Regen. Die Pulsuhr zeigt mittlerweile knapp 3000 Schritte an. Meinem Herzschlag nach zu urteilen, dürfte das auch bis morgen so bleiben.

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