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Friedberg

02.04.2020

Corona: Reisende aus Aichach-Friedberg erzählen ihre Geschichte

Ihr Ziel haben die meisten Reisenden aus dem Kreis Aichach-Friedberg noch erreicht. Der umgekehrte Weg aus dem Urlaub zurück war bei den meisten jedoch beschwerlicher.
Bild: Robert Michael, dpa (Symbol)

Gestrandete Reisende aus dem Landkreis Aichach-Friedberg erzählen ihre Geschichten. So hat Corona ihren Urlaub geprägt.

Immer noch warten Menschen aus dem Wittelsbacher Land darauf, dass sie aus fernen Ländern nach Hause kommen können. Vielen ist das bereits gelungen. Teilweise mit Hilfe ihrer Reisebüros, die ebenfalls am Limit arbeiten. Wir haben Bürger aus dem Landkreis Aichach-Friedberg kontaktiert, die aus dem Ausland nach Hause gekommen sind – lesen Sie hier ihre Geschichten:

Eine Merchingerin war für ein Sozialprojekt in Vietnam

Katharina Ickert (Merching): „Vor knapp einer Woche saß ich noch am Flughafen in Vietnam und wusste gar nicht, ob und wie ich heimkomme. Die Situation vor Ort war ganz gut. Die Schulen waren bereits geschlossen, als die ersten Fälle überhaupt bekannt wurden.

Für Europäer aus dem Schengenraum wurden derweil die Grenzen geschlossen. Wollte man einreisen und 15 Tage bleiben, brauchte man bislang kein Visum. Jetzt schon.

 

Wir hofften, dass die wenigen Flüge aus Vietnam nicht überbucht sein würden, sonst wären wir nicht heim gekommen. Alle Menschen, die nur herumreisten, forderte das Auswärtige Amt auf, das Land zu verlassen. Da ich eine freiwillige Helferin in einem Sozialprojekt war, hatte mich das Bundesministerium finanziell unterstützt.

Wäre ich geblieben, hätte es kein Geld mehr gegeben. Nun habe ich zum Glück noch einen Flieger nach Hause bekommen und bin nach einer 30-Stunden-Reise auch dort angekommen.“

Ein Adelzhausener flog zwei Wochen früher als geplant aus Peru zurück

Max Meyer (Adelzhausen): „Meine Freundin und ich sind gerade noch aus Peru heimgeflogen, bevor Corona den Flugverkehr lahmlegte. Durch Zufall haben wir über Social Media erfahren, dass wir binnen zwei Tagen das Land verlassen müssten, sonst wären wir nicht mehr heimgekommen.

Wir sind knapp zwei Wochen früher als geplant nach Lima gefahren und wollten von dort einen Flug nach München buchen. Der war jedoch derart teuer, dass wir lieber über Frankfurt geflogen sind. Am peruanischen Flughafen wurde bei ankommenden Passagieren die Temperatur gemessen, davon waren wir nicht betroffen.

 

Zudem wurde unser ursprünglicher Heimflug von der Fluggesellschaft storniert, da dort bereits bekannt war, dass der Flugverkehr eingestellt würde.

Ob wir unser Geld dafür zurückbekommen, wissen wir noch nicht. Die Fluggesellschaft hat sich noch nicht gemeldet.“

Eine Aichacherin hatte Glück, dass sie sich bei ihrem Reiseanbieter meldete

Pamela Müller (Aichach): „Mein Mann und ich waren im Urlaub auf der Kanaren-Insel Fuerteventura und haben die erste Woche ganz normal verbracht. Über andere Urlauber haben wir erfahren, dass am nächsten Tag eine Ausgangssperre eingeführt würde. Dann haben wir bei unserem Reiseanbieter angerufen, wo jedoch niemand abhob.

 

Über das Onlineportal, über das wir unseren Flug gebucht hatten, erfuhren wir, dass unser Rückflug kostenlos auf 10 Uhr am nächsten Tag umgebucht wurde. Eigentlich wären wir erst zehn Tage später zurückgekehrt.

Hätten wir nicht angerufen, wären wir auf die Vertreterin des Reiseanbieters angewiesen gewesen, die um Mitternacht an unserem Hotelzimmer klopfte. Sie erzählte uns ebenfalls von dem Flugzeug, das in zehn Stunden für uns bereitstand. Im Flieger selbst war der Sicherheitsabstand zwischen den Passagieren immerhin gewährleistet.“

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