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Friedberg

10.04.2020

Corona: Reparatur-Service mithilfe einer Plastikbox

Wegen Corona läuft der Verkauf und die Reparatur om GM Elektronik Service in Friedberg nun über eine Box vor dem Ladegeschäft. Foto: Günther Brosch

Zahlreiche Läden in Friedberg sind geschlossen. Der GM Elektronik Service kann weiter Reparaturen anbieten. Dabei hilft eine Box vor dem Laden.

Wer in Zeiten der Corona-Epidemie kein systemrelevantes Geschäft betreibt, musste im Zuge der strengen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus vorerst schließen. Günther Brosch, Geschäftsführer und Inhaber von GM Elektronik Service in Friedberg, hat darum eine ganz individuelle Lösung gefunden.

Vor der gläsernen Eingangstür seines Elektronikfachgeschäfts in der Ekherstraße steht nun eine große Plastikkiste. Damit möchte Brosch seinen Elektroservice trotz Corona weiterführen, ohne aber mit seinen Kunden in direkten Kontakt zu kommen.

Die Idee kam Günther Brosch aus Friedberg beim Einschlafen

Die Idee sei ihm vor dem Einschlafen gekommen, erzählt Brosch. Denn immer wieder seien Kunden enttäuscht vor seiner geschlossenen Tür gestanden. Vor allem in der aktuellen Situation, in der größtenteils aus dem Homeoffice gearbeitet wird, seien funktionsfähige Notebooks essenziell. Nachdem Brosch die Genehmigung vom Landratsamt Aichach-Friedberg erhalten hat, stellte er die Plastikbox direkt vor der Eingangstür seines Geschäfts auf.

 

Kunden, die eine Reparatur oder ein Ersatzteil benötigen, können nun bei ihm anrufen, erklärt Brosch. Zu einer festgelegten Uhrzeit hinterlege der Kunde sein Gerät dann in der Kiste. Brosch verfolgt die Ablage hinter der geschlossenen Glastüre. Sobald sich der Kunde entfernt habe, nehme er das Gerät heraus. Laut Brosch funktioniere die Abholung nach demselben Prinzip. Die Bezahlung erfolge auch über die Box, bei Stammkunden manchmal sogar per Überweisung, erklärt Brosch.

Ersatzteile aus der Box statt von Amazon

Auf der Kiste stehe auch ein Desinfektionsmittel zur Verfügung. Bisher funktioniere alles einwandfrei, freut sich der Inhaber. Auch die Resonanz von den Kunden sei durchweg positiv. Im Vergleich zu Onlinediensten wie Amazon sieht Brosch bei sich große Vorteile. Erstens gebe es die Ersatzteile sofort. Zweitens sei ein Ansteckungsrisiko dabei nicht gegeben.

Jede Pflegekraft der Sozialstation Augsburg Hochzoll Friedberg und Umgebung fährt nur in der Schutzmontur zu den Klienten. Dazu gehören der Schutzanzug, der Mundschutz, die Schutzbrille wie auch die Schutzanschuhe. Pflegedienstleitung Ulrike Hopfes hat die Montur hier für das Foto angezogen.
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Bild: Caritas Augsburg/Bernhard Gattner.

Brosch kann sich vorstellen, dass das auch eine Idee für andere Geschäfte sein könnte. Wie der Pressesprecher des Landratsamts Aichach-Friedberg, Wolfgang Müller, erklärt, sei das aber nur ein Sonderfall. Da Brosch mit seinem Elektronik Service eine Dienstleistung anbiete und Dinge des täglichen Bedarfs vertreibe, akzeptiere das Landratsamt diese Ausnahmeregelung. Für das Homeoffice sei es beispielsweise unbedingt notwendig, einen funktionsfähigen Laptop zu besitzen, betont Müller. Das gelte auch für Onlinebestellungen und Zugang zu wichtigen Informationen.

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