Newsticker

Corona-Krise: EU-Finanzminister einigen sich auf 500-Milliarden-Wirtschaftspaket
  1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Corona: (Un)lösbare Aufgabe für Friedberger Abiturienten?

Friedberg

22.03.2020

Corona: (Un)lösbare Aufgabe für Friedberger Abiturienten?

Abi 2020 - in Bayern werden die Prüfungen wegen des Coronavirus auf dem 20. Mai verschoben.
Bild: Uwe Zucchi/dpa (Symbol)

Plus Die Prüfungen in Bayern sollen nun drei Wochen später als geplant beginnen. Friedberger Gymnasiasten berichten, wie sie mit der Situation umgehen.

In Bayern wurde das diesjährige Abitur vom 30. April vorerst auf den 20. Mai verschoben. Im Gymnasium Friedberg sei man froh mit der Entscheidung des Kultusministeriums nun eine gewisse Planungssicherheit zu haben, sagt Schulleiterin Ute Multrus. „Damit haben wir Zeit gewonnen und das ist auch eine Beruhigung für die Schülerinnen und Schüler“, betont sie .

Da die Schulen bis nach den Osterferien vorerst geschlossen sind, habe man am Gymnasium nun teilweise auf Online-Unterricht umgestellt. Mit Blizz, einem Videochat-Programm zur Durchführung von Webkonferenzen, wird der diesjährige Abiturjahrgang teilweise in Mathematik und Deutsch unterrichtet. „Das funktioniert auch gut“, erklärt die Schulleiterin. Statt im Klassenzimmer sitzen die Schülerinnen und Schüler der Q12 nun daheim vor ihrem Laptop oder Smartphone. Mithilfe von Kamera und Mikrofon kann der Lehrer wie gewohnt Aufgaben stellen und Fragen beantworten.

Ute Multrus ist die Schulleiterin am Friedberger Gymnasium.
Bild: Mareike König (Archiv)

Friedberger Schulleiterin: Ruhe und Geduld sind wichtig

Mit dem „aktive Beschulen“, wie es Multrus nennt, möchte man die Schülerinnen und Schüler auch beruhigen. „Gelassenheit, Ruhe und Geduld sind in Zeiten wie diesen wichtig“, betont die Schulleiterin. Die ganzen Umstellungen seien natürlich anstrengend, aber die Lehrenden seien motiviert. Die Schule tue alles, damit die Schülerinnen und Schüler lernen können und die Vorbereitung auf das Abitur gesichert sei, versichert Multrus.

In Fächern ohne Online–Unterricht gebe es Arbeitsaufträge, berichtet Michael Spindler. Außerdem könne man alle Lehrer per E-Mail erreichen. Der 17-jährige Abiturient besucht die Q12 des Gymnasiums in Friedberg. Er sei positiv überrascht, wie gut der digitale Unterricht funktioniere. Dass die Prüfungen nun erst einmal verschoben wurden, kann er verstehen. „Die Gesundheit ist selbstverständlich oberstes Gebot.“ Trotzdem sei die Prüfungsvorbereitung nun schwierig, da der neue Termin auch nur vorläufig sei, meint Spindler.

Friedberger haben Verständnis für die Ausnahmesituation

Auch bei seinen Schulkameraden existiert Verständnis für diese Ausnahmesituation. Jeder sei durch das Virus betroffen, meint Finn Klein. Der 18-jährige Gymnasiast steht ebenfalls kurz vor dem Abitur. „Es ist verständlich, dass man die Prüfungen in dieser Situation verschieben muss.“ Trotzdem sei es natürlich schade um den Sommer, meint Benedikt Bock, 18 Jahre alt und ebenfalls Abiturient am Friedberger Gymnasium. Das wäre die Zeit, um komplett abschalten zu können und Urlaub zu machen. Er sieht in der Verschiebung des Abiturs aber auch einen Vorteil. „Man kann schon früher anfangen zu lernen und die Prüfungsvorbereitung etwas entspannter angehen.“

Schade sei es aber vor allem auch um den Abiball und die Abifahrt, meinen die Abiturienten. Das seien schließlich einmalige Ereignisse. Ob die geplante Reise nach Korfu und die Zeugnisübergabe in der Stadthalle in Friedberg stattfinden kann, ist fraglich. Wahrscheinlich müssen die Vorhaben verschoben oder sogar ganz abgesagt werden. Bis dato weiß keiner so genau bis wann Veranstaltungen untersagt und die Grenzen zwischen den Ländern geschlossen sind und ob die Schulen nach Ostern wirklich wieder öffnen.

Lesen Sie dazu auch:

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren