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Friedberg

07.03.2021

Corona als Chance: Friedberger Start-up vernetzt weltweit Unternehmen

Sylwia und Pablo Marroquin bringen mit ihrer neuen Triangular-POD-Plattform die Materialhersteller, Anlagenbetreiber und Experten zusammen.
Foto: Sabine Roth

Plus Die Corona-Krise sehen Pablo und Sylwia Marroquin als Motivation, neue Wege einzuschlagen. So funktioniert das Geschäftsmodell ihres Start-ups Triangular aus Friedberg.

Der eine sucht, was ein anderer hat. Der Nächste kann etwas, was jemandem hilft. Doch wie kommt das zusammen, wenn keiner vom anderen weiß? Pablo und Sylwia Marroquin machen es möglich mit ihrer Firma, die seit Kurzem in Friedberg ansässig ist.

Process on Demand (POD) heißt die Plattform, die verfügbare Verarbeitungskapazitäten und industrielles Know-how an Kunden auf der ganzen Welt vermittelt. Vor über zwei Jahren hat Pablo Marroquin mit dieser Idee die Firma Triangular in Augsburg-Hochzoll gegründet. Heute arbeiten an dem Projekt über zehn Teammitglieder. Er und seine Frau Sylwia sind Geschäftsführer des Start-ups.

Das Start-up ist an die Friedberger Bahnhofstraße gezogen

Aufgrund des schnellen Wachstums suchten sie nach einem neuen Standort. Im Sommer 2020 wurde das Ehepaar in Friedberg in der Nähe des Bahnhofs fündig. Der Neubau neben der früheren Postfiliale bietet 130 Quadratmeter Fläche. Von dort aus wird nun mit der ganzen Welt kommuniziert. Das Ehepaar spricht mehrere Sprachen und ergänzt sich privat wie auch im Geschäft sehr gut. Die drei Kinder gehen in Friedberg in die Schule, sodass dieser Bürostandort ideal passt.

Das schnell wachsende Start-Up Triangular hat in der Bahnhofstraße seine neuen Büroräume bezogen.
Foto: Sabine Roth

Vor dem Sprung in die Selbstständigkeit hat Pablo Marroquin bei Hosokawa Alpine in Augsburg verschiedene Auslandsmärkte aufgebaut und betreut. Der 43-jährige Maschinenbauingenieur kommt aus Guatemala, seine Frau Sylwia aus Polen. Die beruflichen Erfahrungen der Betriebswirtin Sylwia Marroquin, die über 15 Jahre beim Küchengerätehersteller Rational in Landsberg gearbeitet und dort internationale Erfahrungen gesammelt hat, kommen ihrem Unternehmen sehr zugute.

Die Corona-Krise sieht das Ehepaar als Chance für eine Veränderung und zusätzliche Motivation, ungewohnte und durchaus umsetzbare Wege einzuschlagen. Mit Herzblut sind sie an die Entwicklung ihrer B2B-Plattform Triangular herangegangen. Wo sind Verarbeitungskapazitäten und industrielles Know-how vorhanden, und wo werden sie benötigt? Pablo Marroquin war überzeugt, dass es möglich ist, damit neue Materialien auf nachhaltige Weise zu entwickeln und zu verarbeiten. Das war einer der Hauptgründe, sich selbstständig zu machen.

Friedberger Firma Triangular hilft, Unternehmensziele zu erreichen

"Wissenscluster mit verschiedenen Kompetenzen sind notwendig, um Innovationsziele zu erreichen. Viele Unternehmen stoßen hier an ihre Grenzen. Neue Modelle der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern, Experten und Unternehmen sind erforderlich", ist der Jungunternehmer überzeugt. Der Lebenszyklus der Produkte sei in den meisten Industriezweigen kürzer geworden. Entscheidende Kriterien für einen nachhaltigen Erfolg sind laut Marroquin stabile und zuverlässige Lieferketten und eine hochwertige Verarbeitung.

Im Moment stehen die Besitzer von Materialien aber vor großen Herausforderungen. Die Corona-Krise wirkt sich auf die Lieferketten aus. Verarbeitende Partner brechen weg, dennoch muss das Material termingerecht und kosteneffizient zur Verfügung stehen. Genau hier setzt die neue Plattform Triangular an.

"Wir ermöglichen den Zugang zu Technologie und Fachwissen über das etablierte Netzwerk hinaus, um zum einen die Entwicklung und Verarbeitung neuer Materialien zu beschleunigen und zum anderen die wertvollen Ressourcen sehr effizient zu nutzen", sagt Sylwia Marroquin. Viele Produktionsstätten würden nur einen Teil ihrer Kapazitäten ausnutzen. Über die Plattform Triangular können sie diese nun anbieten und so die Auslastung der Anlagen steigern.

Diese Sprachen werden bei Triangular in Friedberg gesprochen

Zurzeit ist die Plattform noch im Aufbau. Sie wird nach und nach angepasst. Sie soll anwenderfreundlich sein. Inzwischen wurde das Portal auf die Sprachen Deutsch, Englisch, Spanisch und Polnisch erweitert. Konzipiert für die materialverarbeitende Industrie und die chemische Feststoffindustrie wurde die Plattform bereits um neue Industriezweige wie Lebensmittel, Kosmetik, Spezialmineralien und Pharma erweitert. Auch international soll weiter expandiert werden.

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