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Mering

18.10.2020

Corona und parkende Autos können Meringer Feuerwehr nicht ausbremsen

Kommandant Andreas Regau ist stolz auf die Einsatzkraft und Ausrüstung der Meringer Feuerwehr.
Bild: Peter Stöbich

Plus Wenn in Mering der Alarm losgeht, dann setzen sich in wenigen Minuten die Feuerwehrmänner in Bewegung. Doch immer wieder kommt es vor, dass sie auf Hindernisse stoßen.

"Es sind vor allem die parkenden Autos, die uns immer wieder ausbremsen", sagt Feuerwehrkommandant Andreas Regau. Der Berufsfeuerwehrmann ist ehrenamtlich bei der Meringer Feuerwehr aktiv. Unter den Einsatzkräften gebe es viele, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben. "Diese Arbeit ist so vielfältig und interessant, dass man kaum davon loskommt", sagt Regau mit einem Lächeln im Gesicht. Doch viele Einsätze seien gar nicht zum Lachen. "Besonders an die Nieren geht es, wenn du die Menschen kennst, die bei einem Unfall oder Brand verletzt werden", schildert der Feuerwehrkommandant.

In Mering gibt es mittlerweile eine spezielle Einsatzgruppe, die den Rettungsdienst unterstützt. "Dieser First Responder kommt dann zum Einsatz, wenn nicht gewährleistet werden kann, dass ein Krankenwagen innerhalb von 20 Minuten vor Ort sein kann", erklärt Regau. Seit etwa zwei Jahren werden 25 Feuerwehrmänner speziell für diese First-Responder-Einheit ausgebildet.

Die Meringer Feuerwehr war auch während des Lockdowns immer einsatzbereit.
Bild: Bernhard Weizenegger (Symbolfoto)

Das Ausbildungsniveau sei hoch bei der Meringer Feuerwehr. "Wir bemühen uns sehr um Fortbildungen und Lehrgänge für unsere Aktiven", schildert Regau. Derzeit sind 26 Nachwuchskräfte in Ausbildung, davon zwölf Jugendliche und 14 Fortgeschrittene. Ingesamt zählt die Meringer Feuerwehr 117 Aktive, darunter zwölf Frauen.

Corona kann die Meringer Feuerwehr nicht stoppen

"Wir sind froh, dass wir genügend Nachwuchs haben und es innerhalb unserer Mannschaft auch gut passt", berichtet Regau über die Stimmung innerhalb der Meringer Feuerwehr. Doch die Auswirkungen der Corona-Pandemie seien auch hier zu spüren. "Wir konnten nicht so viele Fortbildungen wie üblich anbieten, auch gemeinsame Treffen oder Aktivitäten fielen ins Wasser", sagt der Feuerwehrkommandant.

Immer gewährleistet war auch während des Lockdowns im Frühjahr die Einsatzbereitschaft der Meringer Feuerwehr. "Wir fuhren mit mehreren Einsatzwagen aus, um den Abstand weitgehend einhalten zu können", schildert Regau. Jeder Feuerwehrmann verfügt über entsprechende Schutzmasken.

Meringer Feuerwehr kommt "überall rein"

Zur immer wieder aufkommenden Kritik, dass in Mering einige Straßen von der Feuerwehr mit großen Fahrzeugen nicht erreicht werden können, meint Regau: "Wir kommen überall rein." Natürlich gebe es Engstellen, wie im Meringer Unterfeld. Die oft genannte Kreuzeckstraße sei aber "keine Mausefalle". "Wenn wir mit unserer Drehleiter Menschen aus der Wohnung retten, geht es oft darum, dass die Person nicht mit der Trage des Rettungsdienstes zu transportieren ist", erklärt Regau.

Vor allem parkende Autos machen dem erfahrenen Feuerwehrmann Sorgen. "Um besser in das Gebiet an der Schule zu gelangen, ist es wichtig, dass künftig entlang der Kanalstraße ein Parkverbot ausgesprochen wird", fordert Regau. Hier sei er bereits mit der Straßenverkehrsbehörde sowie mit Bürgermeister Florian Mayer im Kontakt. Das Schulzentrum selbst sei in einem möglichen Brandfall "problemlos" zu evakuieren. "Vorausgesetzt, es wird sich auch daran gehalten, dass man keine Feuerwehrzufahrten zuparkt", betont Regau.

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