1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. DKMS: Steindorfer Vereine starten Typisierungsaktion

Steindorf

01.07.2019

DKMS: Steindorfer Vereine starten Typisierungsaktion

Vertreter der Landjugend, der Feuerwehr, der Schützen und der beiden Theatervereine entschieden nach dem Vortrag von Brigitte Lehenberger (Mitte), eine Typisierungsaktion für Stammzellenspender zu starten.
Bild: Brigitte Glas

Bei einem Informationsabend der Deutschen Knochenmarkspenderdatei fassen sie spontan den Beschluss.

Die Steindorfer Vereine führen eine Typisierungsaktion für Stammzellenspender durch. Dies haben Vertreter mehrerer Vereine auf einem Infoabend spontan beschlossen. Wann und wo die Aktion gestartet wird, und ob dies im Rahmen einer anderen Veranstaltung geschehen soll, ist allerdings noch offen.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Die Landjugend Hofhegnenberg spendet seit Jahren den Erlös ihres Standes auf dem Hofer Kipferlmarkt der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS). Jetzt will man einen Schritt weiter gehen. Brigitte Lehenberger, die seit 13 Jahren ehrenamtlich für die DKMS wirbt und arbeitet, war daher nach Steindorf gekommen.

Stammzellenspenden sind oft die einzige Überlebenschance

In einem ausführlichen Vortrag erläuterte sie, dass Stammzellenspenden für Blutkrebs-Patienten oft die einzige Überlebenschance seien. Spender werden könne jeder zwischen 18 und 61 Jahren, die Registrierung gehe von 17 bis 55 Jahren. Pro 100 Typisierten werde einer tatsächlich Spender, und bei jungen Leuten sei die Quote doppelt so hoch. Lehenberger erklärte weiter, wie eine tatsächliche Spende dann abläuft. Eine Typisierung koste 35 Euro, daher brauche die DKMS auch Geldspenden: „Für finanzielle Hilfen gibt es keine Altersgrenzen“, sagte sie. Die Steindorfer Vereinsvertreter waren zahlreich erschienen. Lehenberger lobte das Engagement: „Ihr seid nicht nur potenzielle Spender, sondern auch wertvolle Multiplikatoren im Ort.“ Mundpropaganda sei am effektivsten.

Das Ergebnis des Infoabends: Eine Typisierung soll auf alle Fälle stattfinden. Im Landkreis sind bereits 15.000 Einwohner bei der DKMS registriert. 156 davon haben bereits betroffenen Patienten die Chance auf ein neues Leben geschenkt. Landrat Klaus Metzger unterstützt das nächste ehrgeizige Ziel: Angestrebt werden 16.000 Typisierte in Aichach-Friedberg. (glb)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren