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Umwelt

21.08.2020

Darum soll die Tangente verhindert werden

Aktionsgemeinschaft Lechleite sagt Zunahme des Verkehrs im Augsburger Osten voraus und befürchtet die Zerstörung von Erholungsgebieten und Wasserschutzzonen

Bei der Mitgliederversammlung der Aktionsgemeinschaft Lebensraum Lechleite berichtete der Vorsitzende Josef Metzger über den aktuellen Stand bei der Osttangente. Mit bis zu 70000 Fahrzeugen pro Tag werde die Straße mehr überregionalen Verkehr anziehen und nicht die Anwohner in Friedberg an der B300 und in Kissing an der B2 entlasten. Besonders der Lkw-Verkehr werde überproportional zunehmen. Stätzling werde die größte Lärmbelastung zusätzlich zur Autobahn bekommen. Mit der Osttangente gehen laut Metzger die Erholungsgebiete am Weitmannsee, Friedberger See, Auensee und Afrasee verloren. Ebenso seien die Wasserschutzgebiete von Königsbrunn, dem Stadtwald Augsburg, von Kissing und Mering stark betroffen. Große Naturschutzflächen in Kissing, Königsbrunn und den Kissinger Bahngruben würden zerstört.

Die Zunahme der Abgase, des Lärms sowie ein gigantischer Flächenverbrauch in der Frischluftschneise der Stadt Augsburg seien die Folgen, warnte Metzger. Er erläuterte, warum die Osttangente eine erhebliche Verkehrszunahme bringen werde. Über den neuen Gotthard-Basistunnel sollen in Zukunft bis zu 40 Millionen Tonnen Güter nach Osteuropa und in die baltischen Staaten transportiert werden, die heute von Lindau über die A96/A99 um München herum nach Ingolstadt geführt werden. München habe aber keine Erweiterungsmöglichkeiten. Deshalb handle es sich bei der Osttangente eigentlich um eine Westumfahrung von München, der Verkehr solle von Landsberg über Augsburg und dann über die B300 über Aichach nach Ingolstadt geführt werden; München hat den Vorteil, der Kreis Aichach-Friedberg trägt die Lasten.

„Für uns Gegner heißt das: Die Osttangente ist noch nicht genehmigt. Es gilt, sie zu verhindern. Die Aktionsgemeinschaft wird sich für ein zukunftsfähiges besseres Verkehrskonzept einzusetzen.“ (AZ)

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