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Kissing

25.07.2016

Das Dach ist nur der erste Schritt

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Man hofft, dass nach der Sanierung des Daches ein besseres Klima in der Halle herrschen wird.
Bild: Philipp Schröders

Die Paartalhalle soll in den kommenden Jahren umfassend saniert werden. Kissings Bürgermeister Wolf hofft auf Fördergelder. Die Vereine müssen allerdings zeitweise neu planen.

Sie ist in die Jahre gekommen, aber immer noch sehr begehrt. Die Paartalhalle in Kissing wird von Schulklassen, zahlreichen Vereinen, aber auch für Feste und Konzerte genutzt. Das Herz bildet eine Dreifachturnhalle, die bereits 1986 errichtet worden ist. Der neuere Anbau, in dem sich unter anderem das Restaurant, der Erlebach-Saal und das Jugendzentrum befinden, ist 13 Jahre jünger.

Der ältere Teil bereitet Kissings Bürgermeister Manfred Wolf Sorgen. „Die Halle ist energetisch sehr problematisch“, sagt er. Außen Holz, innen Holz und dazwischen eine Isolierschicht, die teilweise zusammengesackt ist. „Der Wind geht da durch“, sagt Wolf. Die Schützen, die ebenfalls in einem eigenen Bereich in der Halle trainieren, bemerken das besonders, wenn der Ostwind durch das Gebäude zieht. Auch das Dach ist nicht isoliert und die Fenster alt. In der Vergangenheit versuchte der Bürgermeister immer wieder, Fördergelder für eine Renovierung der Halle zu beantragen. Anders als bei der Schulsanierung war er dabei aber nicht erfolgreich. Im vorigen Jahr erfuhr er von neuen Zuschussmöglichkeiten des Bundes für energetische Sanierungen. Die Frist, einen Antrag abzugeben, fiel sehr kurzfristig aus – fast über Nacht. Der Bürgermeister schaltete das Architekturbüro Wossnig aus Kissing ein, das in Windeseile ein Sanierungskonzept ausarbeitete.

Das sieht vor, das Dach der Turnhalle schrittweise zu erneuern. Zunächst stehen die innen liegenden Flächen an, die drei Wannen bilden. Der zweite Schritt umfasst die angrenzenden Schrägverglasungen. Die Förderung konnte dabei nur für den ersten Abschnitt, also die innen liegenden Dachflächen beantragt werden. Wie die Architekten in einer Bauausschusssitzung erklärten, hatte die Anfrage jedoch nur Aussicht auf Erfolg, wenn beide Schritte zugleich ausgeführt werden. Daher die Aufteilung.

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Inzwischen hat die Regierung von Schwaben eine Förderung in einer Höhe von 461000 Euro zugesagt. Der Gemeinderat vergab daraufhin den Auftrag für die Erneuerung des Teilstücks an das Architekturbüro Wossnig. Die Kosten für die Dachsanierung werden auf etwas über eine Millionen Euro geschätzt.

Bürgermeister Wolf und der Gemeinderat möchten aber in den kommenden Jahren das ganze Dach in Schuss bringen und auch die Fassade sanieren und besser dämmen lassen. Wolf hofft, dass die Gemeinde dazu immer wieder Fördertöpfe anzapfen kann. Auf lange Sicht sollen die Vereine davon profitieren. Zum Beispiel hofft Wolf, dass nach der Sanierung des Daches ein besseres Klima in der Halle herrscht. Der Sonnenschutz, der früher über die Fenster gespannt wurde, ist schon lange zerfetzt. Das vorläufige Konzept des Architekturbüros sieht in Zukunft getönte Scheiben vor. Auf kurze Sicht müssen sich die Vereine allerdings darauf einstellen, dass die Halle im kommenden Jahr zeitweise gesperrt ist. „Da bitte ich jetzt schon um Verständnis“, sagt Wolf. Ein Zeitpunkt steht noch nicht fest, auch nicht wie lang die Arbeiten dauern. „Wir werden uns da mit den Vereinen zusammensetzen und beraten, wann es am wenigsten wehtut“, sagt der Bürgermeister.

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