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Steindorf

28.06.2020

Das Feuerwehrhaus kommt, aber es wird teurer

In der Vorstattstraße am Ortsende von Steindorf in Richtung Hofhegnenberg soll das neue Feuerwehrhaus gebaut werden.
Bild: Brigitte Glas

Plus Der Steindorfer Gemeinderat stimmt dem vom Architektenbüro vorgelegten Plan für das neue Feuerwehrhaus zu. Kosten haben sich seit Beginn der Planung mehr als verdoppelt.

In Steindorf ist eine wichtige Entscheidung zum Bau des neuen Feuerwehrhauses gefallen. „Der Gemeinderat beschließt, die in der Sitzung vorgestellte Planungsvariante für die Erstellung der Genehmigungsplanung unverändert zu übernehmen.“ So lautete der Beschlussvorschlag und so kam es auch, allerdings äußerst knapp.

Fünf Gemeinderäte stimmten dafür, das Feuerwehrhaus genau so zu bauen, aber vier sprachen sich dagegen aus. Das Vorhaben war schon einmal nicht öffentlich beraten worden. Die Gemeinde hat den Planungsauftrag an das Architekturbüro Vareille aus Merching vergeben. Jetzt stellte Sabine Vareille das Vorhaben öffentlich vor.

Feuerwehrhaus in Steindorf: Kosten haben sich seit Beginn der Planung mehr als verdoppelt

Alle Gemeinderäte waren mit dem vorgestellten Plan hochzufrieden. Knackpunkt waren allerdings die Kosten. 2,5 Millionen Euro sind für die neue Einsatzzentrale vorgesehen. Zu Beginn der Planungen im Jahr 2017 waren nur 1,2 Millionen veranschlagt.

Die Planung sieht nun so aus: Gebaut wird zwischen Steindorf und Hofhegnenberg an der Vorstattstraße. Es entsteht ein zweistöckiges Gebäude mit Fahrzeughalle, Techniktrakt und Personaltrakt. Im Erdgeschoss liegen die Garage mit drei Fahrgassen, das Büro des Kommandanten, Umkleiden, Sanitärräume, Werkstatt und Lagerräume.

Im ersten Stock werden ein Schulungsraum und das Florianstüberl für jeweils bis zu 50 Personen eingerichtet. Die Stockwerke verbindet neben einer Treppe auch ein Aufzug. Ebenerdig ist eine überdachte Freifläche, im Obergeschoss eine Terrasse vorgesehen. Auf das West- und Süddach soll eine Solaranlage kommen.

Bestimmungen für die Feuerwehr sind noch strenger geworden

Die Kostensteigerung kommt unter anderem dadurch zustande, dass Bauen an sich in den letzten Jahren erheblich teurer geworden ist und dass sich die Bestimmungen im Feuerwehrwesen geändert haben. So dürfen sich die Aktiven nicht mehr in der Fahrzeughalle umziehen, was den Personaltrakt wesentlich größer und damit teurer macht.

So wurden in der Sitzung Einsparmöglichkeiten gesucht. Verworfen wurde schon vorab die Einrichtung eines weiteren WCs im Obergeschoss. Weiter stellten einige Räte die Notwendigkeit des Aufzugs, der überdachten Terrasse und des Foyers infrage. Auch wurde das Büro des Kommandanten als für zu groß erachtet. Schulungsraum und Florianstüberl könnten zusammengelegt werden. Auch die dritte Fahrgasse werde derzeit noch nicht gebraucht.

Die Befürworter, unter ihnen Bürgermeister Paul Wecker und Kommandant Wolfgang Klassmüller, führten an, dass das neue Feuerwehrhaus eine Investition in die Zukunft sei und geschätzt 50 Jahre im Dienst bleiben soll. Baubeginn soll im kommenden Jahr sein.

Dazu angeschafft werden soll ein neues, modernes Löschgruppenfahrzeug 10 – kurz LF10. Die Kosten dafür liegen geschätzt bei 400.000 Euro. Alle Vorhaben werden vom Freistaat Bayern gefördert.

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