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Kissing

18.06.2019

Das Geld für das Kunstrasenfeld in Kissing ist da

Der Kunstrasenplatz in Kissing bei der Paartalhalle soll erneuert werden. Die Finanzierung steht.
Bild: Philipp Schröders

Plus Die Finanzierung für die Erneuerung des Platzes in Kissing steht. Die KSC-Vorsitzende Marion Lang will den Bereich vor Vandalismus schützen.

Der Kissinger SC hat es geschafft. Die Finanzierung für die Erneuerung des Kunstrasenfelds neben der Paartalhalle steht. Wie die Vorsitzende Marion Lang mitteilt, bekommt der Verein die nötigen 360.000 Euro zusammen. „Wir freuen uns sehr“, sagt sie. Nach mehr als 20 Jahren ist das Feld deutlich abgenutzt. Darüber, dass es dringend in Schuss gebracht werden muss, wird schon seit langer Zeit diskutiert.

Wie berichtet, unterstützt die Gemeinde das Projekt mit 200.000 Euro. Der Hauptverein leistet 70.000 Euro und die Fußballabteilung 40.000 Euro. Durch Spendengelder und eine Förderung des Bayerischen Landes-Sportverbands ist laut Lang unterm Strich genug Geld da.

Kissinger SC wartet noch auf Genehmigung

Auf die Genehmigung des Landratsamtes wartet der Verein allerdings noch. Immerhin ist der Zaun, der das Feld in Zukunft abgrenzen soll, inzwischen abgesegnet. Der Aufbau ist laut Lang bereits in Auftrag gegeben. Die Firma schätzt, dass sie in vier bis fünf Wochen loslegen kann. Die Arbeiten am Kunstrasen könnten sowieso erst beginnen, wenn der Zaun steht. „Den brauchen wir, um uns vor Vandalismus zu schützen“, sagt Lang. Die Vorsitzende sah sich im April gezwungen, bei der Polizei Anzeige zu erstatten, weil jemand mit einem Fahrzeug auf den Kunstrasenplatz Runden gedreht und die Oberfläche beschädigt habe. Es entstand laut der Vorsitzenden ein geschätzter Schaden von 15.000 Euro. Die Polizei habe keinen Täter ermitteln können.

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Im Gemeinderat war Ende vergangenen Jahres über das Thema Zaun diskutiert worden. Bisher ist das Spielfeld frei zugänglich. Am Ende gab es einen Kompromiss: Um eine möglichst breite und gleichzeitig kontrollierte Nutzung des Platzes gewährleisten zu können, sollen Interessierte beim Verein in Zukunft einen Schlüssel für den Zaun beantragen und so das Spielfeld zu vereinbarten Zeiten nutzen können.

Da der Kunstrasenplatz im Überschwemmungsgebiet liegt, wird der Zaun unten 20 Zentimeter offen sein. „Das war eine Vorgabe des Wasserwirtschaftsamts, damit Treibgut im Überschwemmungsfall unten durch passt“, erklärt Lang. Ansonsten wird das gleiche Model gewählt, mit dem das Areal rund um die Paartalhalle bereits abgegrenzt ist. „Der Zaun ist identisch, nur etwas höher.“

Kunstrasenfelder sind in die Kritik geraten

Im Hinblick auf den Kunstrasenplatz überprüfe das Landratsamt zurzeit noch die Genehmigung der Lagercontainer. Sie werden laut Lang unter anderem gebraucht, um Werkzeuge unterzubringen. „Erst wenn die Baugenehmigung schriftlich vorliegt, können wir die Erneuerung des Kunstrasenfeldes beauftragen“, sagt die KSC-Vorsitzende. Sie hofft, dass es im August soweit ist.

Jüngst sind Kunstrasenfelder in die Kritik geraten. Es geht dabei um die zunehmende Verbreitung von Mikroplastik in der Umwelt. Im Fokus stehen nicht die künstlichen Grashalme, sondern das Granulat, mit dem der Rasen aufgefüllt wird. Es erfüllt eine Dämpfungsfunktion und verringert das Verletzungsrisiko. Durch Abrieb und Verwehungen gelange der Kunststoff schnell in die Natur, sagen die Kritiker.

Im Hinblick auf das Feld in Kissing gibt Lang aber Entwarnung. „Wir haben uns für Naturkork entschieden.“ Der Rohstoff zum Auffüllen sei Hundertprozent natürlich und ohne Zusatzstoffe. „Wir haben den aus Umweltgründen gewählt und weil das Feld im Überschwemmungsgebiet liegt“, sagt Lang. Zudem sieht sie noch einen weiteren Vorteil gegenüber dem Gummi-Material. „Das Granulat aus geschredderten Autoreifen riecht sehr streng. Vor allem im Sommer, wenn die Plätze sich aufheizen.“ Die Wartung sei zwar bei Naturkork teurer, weil öfters aufgefüllt werden müsse, aber das sei es dem Verein wert.

Persönlich ist Lang gerade beim KSC sehr eingespannt. Im Mai übernahm sie die Vereinsführung. Allerdings konnte der Posten des zweiten Vorsitzenden, den Lang zuvor ausführte, nicht besetzt werden. Der kümmert sich um die Belegung der Sporthallen in Kissing durch alle Vereine. Lang stellt die Planung nun parallel zu ihren Aufgaben als Vorsitzende weiter auf. „Die Zusammenarbeit mit den anderen Verein läuft sehr gut“, sagt sie. Dennoch hofft Lang, dass das Amt des Stellvertreters bei der Wahl im nächsten Jahr neu besetzt und sie dadurch entlastet wird.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Der Zaun für das Feld wird benötigt

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