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Spieltage

27.02.2015

Das Glück finden mit Würfel und Figur

Kostenlosen Spielspaß gibt’s wieder vom 3. bis 8. März im Papst-Johannes-Haus in Mering.
Bild: Peter Stöbich

Event des Kreisjugendrings in Mering vom 3. bis 8. März

Ganz ohne virtuelles Geballer und Gemetzel kommen die Spieletage aus, zu denen der Kreisjugendring (KJR) kommenden Monat nach Mering einlädt. Es ist bereits die dritte Veranstaltung dieser Art, die vom 3. bis 8. März wieder im Papst-Johannes-Haus stattfinden wird. „Wir haben rund 700 Brett-, Karten- und Gesellschaftsspiele im Angebot“, kündigt KJR-Geschäftsführerin Gottfriede Schwitters an. Wie bisher wird der Eintritt auch diesmal wieder frei sein; auf Wunsch vieler Erwachsener ist auch eine lange Spielenacht vorgesehen.

Während bei der Premiere die Spiele noch ausgeliehen werden mussten, lagern im Keller der Friedberger KJR-Geschäftsstelle in der Konradinstraße mittlerweile Hunderte von Spielen. Sie wurden teils von den Herstellern gespendet, teils auf Flohmärkten erworben. Viele hat Schwitters auch selbst bei der Arbeitsstelle für Spieleforschung und Freizeitberatung der Fachhochschule Dortmund abgeholt.

„Unser Anliegen neben dem Spaß ist es auch ist, dass Jung und Alt wieder miteinander ins Gespräch kommen“, betont sie. Allen Spielekonsolen und Computern zum Trotz behält das Brettspiel im deutschen Familienleben einen wichtigen Platz. Statt virtuellen Schlachten am PC gibt es wie in Mering Spielpläne aus Pappe, bunte Würfel und kniffelige Ereigniskarten. „Das Brettspiel gehört einfach zur westlichen Kultur und ist nicht totzukriegen“, stellt Diplom-Pädagoge Lars Thoms von der Arbeitsstelle für Spieleforschung fest.

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Zwar hätten sich in den vergangenen Jahren Computer und Spielekonsolen ihren festen Platz in den Kinderzimmern erstritten, „aber am Ende haben die Leute gemerkt, dass man vorm PC doch nur allein sitzt“, meint Schwitters. Sie sieht im Wechsel der Generationen ebenfalls einen Grund für die ungebrochene Beliebtheit von „Mensch ärgere dich nicht“ und „Fang den Hut“: „Denn die Kinder, die früher mit ihren Eltern am Tisch saßen und gespielt haben, haben heute ihre eigenen Familien.“

Um das richtige Brettspiel für die eigene Familie auszuwählen, erklärt Schwitters, sollten sich Eltern erst einmal gemeinsame Vorlieben bewusst machen: Soll der Spieleabend hektisch, laut und lustig sein, will man sich lieber stundenlang in Strategien und Pläne vertiefen, bevorzugt man Holzspiele, Karten oder Würfel? Gerade für kleinere Kinder sei es wichtig, dass das Spiel einen großen Glücksfaktor und hohen Spannungsbogen habe.

Der Zufall muss fürs Gewinnen eine entscheidende Rolle spielen und der Sieger sollte nicht nach den ersten Runden feststehen, damit die Kleinen lange mitfiebern und am Ende sogar gewinnen können. Rezensionen im Internet können da helfen oder auch ein gemeinsamer Einkaufsbummel mit den Kindern.

Eröffnet werden die Spieletage im Papst-Johannes-Haus am Dienstag, 3. März, um 17 Uhr, geöffnet ist an diesem Abend bis 20 Uhr. Die folgenden drei Vormittage sind für Schulklassen reserviert, aber ab 14 Uhr heißt es am 4., 5. und 6. März „Offenes Haus für alle“. Nach einem spannenden Schachturnier am Freitag, 6. März, um 18 Uhr, gibt es eine lange Spielenacht, die erst um Mitternacht zu Ende sein wird. Am Samstag, 7. März, darf von 13 bis 21 Uhr kostenlos gespielt werden, tags darauf von 13 bis 18 Uhr.

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