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Kissing

30.07.2020

Das Krematorium in Kissing wird erweitert

Das Krematorium in Kissing hat zu wenig Platz.
Bild: Schlickenrieder (Archiv)

Plus Der Gemeinderat stimmt einer nötigen Änderung des Bebauungsplans für die Erweiterung des Krematoriums in Kissing zu. Was dort geplant ist.

Das Krematorium im Gewerbegebiet Nord in Kissing soll auf der Südseite mit einer dritten Ofenanlage und mit Kühlräumen erweitert werden. Dem stimmte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zu.

Der Bauausschuss hatte das Vorhaben, wie berichtet, bereits einstimmig abgesegnet. Hintergrund ist, dass die Anlage laut dem Betreiber überlastet sei. Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen wird ein zusätzlicher Zwischenlagerplatz für rund 30 Särge benötigt. Da aber für dieses Vorhaben eine Änderung des Bebauungsplanes im Gewerbegebiet Nord nötig ist, hatte der Betreiber einen Antrag bei der Gemeinde gestellt

.

Das Krematorium in Kissing soll erweitert werden.
Bild: Philipp Schröders

Die Änderungsplanung, die vom Kissinger Büro Arnold Consult ausgeführt wird, wurde im Gemeinderat erneut von Ingenieur Gerd Sahlender vorgestellt. Sämtliche Änderungen, die die Mitglieder des Bauausschusses vor zwei Wochen moniert hatten, waren bereits eingearbeitet.

Angespannter Betrieb bei der Feuerbestattung in Kissing

Mit der Veränderung könne nun der aktuell angespannte Betrieb der gewerblichen Feuerbestattung künftig entlastet werden, wobei die absolute Zahl der Einäscherungen hierbei unverändert bleibe, stellte das Büro Arnold in seinem Textentwurf fest. Die Grundfläche des Gebäudes erhöht sich durch die Erweiterung von 700 auf 950 Quadratmeter.

Einen Diskussionspunkt gab es im Bauausschuss wegen der geplanten Ummauerung. Architekt Sahlender wies im Gemeinderat darauf hin, dass man sich nun für eine Einfriedung als Metallgitterzaun oder Hecken entschieden habe. Die geplante Höhe werde 1,20 Meter nicht überschreiten. Michael Eder von der CSU begrüßte die Erweiterung: „Wir freuen uns sehr, dass der Baumbestand sogar aufgestockt wird, und es spricht nichts gegen dieses Vorhaben.“ Nun werden die Pläne öffentlich ausgelegt und die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange, sprich von den verschiedenen beteiligten Behörden, eingeholt.

Hochspannungsleitung bei Kissing soll erneuert werden

Hochspannungsleitung Die LEW Verteilnetz GmbH will ein Planfeststellungsverfahren für die Erneuerung der 110-kV-Freileitung, also der Hochspannungsleitung, im Abschnitt Merching-Kissing einleiten. Ebenfalls plant sie, die bestehende Doppelleitung von Kissing nach Mering abzubauen.

Die Auslegung der diesbezüglichen Pläne findet vom 3. August bis zum 2. September statt. Simon Pflanz von den Grünen bat um eine naturschutzfachliche Prüfung nach Paragraf 44, was so auch mit zwei Gegenstimmen vom Gemeinderat beschlossen wurde. Außerdem werden bei den erneuerten Leitungen Vogelschutzmarkierungen angebracht.

Franz-Xaver Sedlmeyr von der CSU monierte: „Es gibt genug Institutionen wie den Bund Naturschutz oder NABU, die werden das schon in die Wege leiten. Da brauchen die keine Gemeinde, die ihnen sagt, was sie machen müssen.“ Dem widersprach Katrin Müllegger-Steiger von den Grünen: „Wenn die Gemeinde schon angehört wird, ist es sogar unsere Aufgabe, was zu sagen.“

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