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Mering

13.02.2020

Das Meringer Gymnasium wird schon bald voll

Das Meringer Gymnasium wird immer voller. Grundsätzlich soll die Schule, die seit drei Jahren auch als G9 läuft, aber dreizügig bleiben.
Bild: Eva Weizenegger

Plus Bald sind im Meringer Gymnasium alle Jahrgänge komplett. Auch wenn es derzeit bis in die Mittelstufe vier Parallelklassen gibt, bleibt die Schule dreizügig.

Die Nachfrage am Meringer Gymnasium ist seit Schuleröffnung im September 2013 ungebrochen. In der grundsätzlich dreizügig konzipierten Schule gibt es derzeit bis in die Mittelstufe hinein jeweils vier Parallelklassen. Dabei hatte Landrat Klaus Metzger von Beginn an klargestellt, dass die Einrichtung in Mering dreizügig bleiben werde. Will Schulleiter Josef Maisch diesen Rahmen sprengen – und das möglicherweise auf Kosten der Friedberger Einrichtung, deren Zahlen nach der Eröffnung von Mering sinken?

„Ich will das Gymnasium nicht größer machen!“, stellt Maisch im Gespräch dazu mit unserer Zeitung klar. Er habe in seiner Laufbahn genügend Baustellensituationen erlebt und kein Interesse, gezielt eine neue herbeizuführen, fügt er hinzu.

Für das Meringer Gymnasium tritt Schulleiter Josef Maisch engagiert ein.
Bild: Bernhard Weizenegger

Maisch geht mit der Entwicklung der Schülerzahlen jedoch sehr differenziert um. Das Konzept der Dreizügigkeit bedeutet für ihn nicht automatisch, dass es nicht mehr als drei Parallelklassen geben darf. Vielmehr bestimme dies das vorhandene Raumangebot, mit dem er als Schulleiter auch ein Stück weit flexibel wirtschaften könne.

Das Meringer Gymnasium wird schon bald voll

Bis zur Mittelstufe gehen in Mering 15 Schüler wieder ab

Demnach sind für die Jahrgangsstufen fünf und sechs jeweils vier Klassenzimmer gebaut worden und für alle weiteren Jahrgänge drei. Die Erfahrungswerte zeigen, dass nach dem Übertritt ins Gymnasium bei vier Eingangsklassen bis zur Mittelstufe rund 15 Schüler wieder abgehen. „Und dann komme ich im Schnitt auf meine drei Klassen“ erläutert Maisch.

Aktuell sind es jedoch auch in der achten Jahrgangsstufe noch vier Klassen. Von der Schülerzahl her hätte man diese auch auf drei große Klassen verteilen können. „Aber ich hatte noch Raum und das Budget – also hab ich es so gemacht. Damit ist jedem besser gedient“, erklärt der Schulleiter.


Denn noch ist die im Aufbau befindliche Schule nicht komplett. Sieben Jahrgänge mit insgesamt 620 Schülern werden hier aktuell unterrichtet. Im Vorjahr waren 97 Fünftklässler am Gymnasium gestartet. Im kommenden Schuljahr ist die Einrichtung dann mit acht Jahrgängen vorerst einmal vollständig – rund 90 Schüler kommen dann noch einmal hinzu. Außerdem erhält die Schule – rechnerisch gesehen – noch einmal eine zusätzliche Jahrgangsstufe, wenn die Umstellung vom G8 aufs G9 abgeschlossen ist.

Kinder entscheiden sich pulkartig für ein Gymnasium

Genaue Prognosen für die Eingangsklassen sind schwierig. „Denn die Kinder entscheiden sich pulkartig“, weiß Maisch. Während erfahrungsgemäß die Gymnasiasten aus Mering in der großen Mehrheit die Schule am Heimatort wählen, sei das gerade bei den Kissingern nicht so eindeutig. Diese haben mit dem Rudolf-Diesel-Gymnasium in Hochzoll und dem Friedberger Gymnasium vergleichbar gut erreichbare Alternativen. „Wenn sich da zwei Meinungsführer für Mering entscheiden, dann geht die ganze Clique mit. Das kann schnell mal ein Schwung von zehn Kindern sein“, erklärt Maisch. So hatte er vor drei Jahren auch schon einmal die Situation, dass er sogar Schüler in der Größenordnung von zehn bis 15 Kindern abweisen musste.

Wenn alle Jahrgänge in Mering komplett sind und aufs G9 umgestellt worden ist, wird es auf alle Fälle voll am Gymnasium. „Freie Extraräume werde ich langfristig nicht mehr haben“, sagt Maisch. Und auch die Möglichkeit, wie momentan der benachbarten Grundschule mit zwei Klassenzimmern auszuhelfen, besteht ab September nicht mehr.

Eine Herausforderung werde es, den Sportunterricht zu gewährleisten. „Die Hallenkapazitäten sind sehr eng. Das geht ganz knapp auf – vorausgesetzt die anderen Schulen wachsen nicht“, sagt Maisch. Deswegen sei die Schule auch so begeistert gewesen von der Idee des Unternehmers Wilhelm Peter, der eine Schwimmhalle errichten wollte. Das Projekt war, wie berichtet, daran gescheitert, dass der Markt Mering dafür kein Grundstück im Gewerbepark zur Verfügung stellen wollte.

Am Dienstag, 17. März, findet von 19 bis 21.30 Uhr der Informationsabend für die neuen Fünftklässler und deren Eltern statt. Für die Kinder stehen Schnupperangebote der Fächer bereit. Die Eltern erhalten Informationen zum Meringer Gymnasium.

Lesen Sie dazu auch: Weniger Schüler am Gymnasium Friedberg: Das sind die Folgen

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