Newsticker

Mit Ausnahme der Kanaren: Auswärtiges Amt warnt vor Reisen nach Spanien
  1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Das Tierparlament sucht Raum für seine Vorhaben

Mering

06.09.2019

Das Tierparlament sucht Raum für seine Vorhaben

Mike und Charlotte Cannaday, hier mit ihren Hunden Flora und Sokrates, suchen bei Mering ein Gelände für Tierasyl und Gnadenhof.
Bild: Heike Scherer

Mike und Charlotte Cannaday aus Mering möchten mit ihrem Verein mehrere Pläne umsetzen.

Die weißen Hunde Sokrates und Flora sind in Mering bei vielen Passanten bekannt und beliebt. Sie sind immer in der Nähe ihrer Besitzer, Mike und Charlotte Cannaday. Das Ehepaar will sich aber auch für das Wohl anderer Tiere einsetzen und hat daher im August vergangenen Jahres den gemeinnützigen Verein „Tierparlament – Im Namen aller Tiere“ gegründet. Er hat 40 Mitglieder, das Ehepaar leitet ihn als gewählten Vorstand.

Ihr neuestes Vorhaben: Sie wollen ein Tierasyl, einen Gnadenhof oder Tierheim in Mering oder der Umgebung gründen. Dafür suchen sie ein geeignetes Gelände mit Gebäude zum Mieten oder Pachten. In Frage kämen ein Bauernhof, eine Stallung, ein altes Fabrikgelände mit einer Halle oder ein umzäuntes Gelände mit einer Scheune sowie Wasser- und Stromanschluss. Ideal wäre es, wenn noch ein wenig Baumbestand auf dem Grundstück sei.

Straßenhunde habe bei dem Ehepaar aus Mering ein Zuhause gefunden

Die zwei Straßenhunde Sokrates und Flora aus Griechenland haben bei den Cannadays bereits ein angenehmes Zuhause gefunden. In dem Land hat Mike Cannaday einen kleinen Shelter, also ist ein privates Tierheim, mit ausgebaut. Er hat sich dort handwerklich betätigt und den Ausbau finanziert. Auch drei Katzen aus Minsk, Casablanca und Hamburg, denen es nicht gut ging, leben inzwischen bei dem Ehepaar in Mering.

Das Tierparlament sucht Raum für seine Vorhaben

Die beiden erklären, dass sie schon seit frühester Kindheit Tiere im Haus haben und seit 30 Jahren vegetarisch oder vegan leben. Mike Cannaday ist außerdem ein ausgebildeter Tierschutzlehrer und befindet sich in der Ausbildung zum Tierheilpraktiker. Die Mitglieder des Vereins stammen aus Mering, Merching, Fürstenfeldbruck, Augsburg und München. Im Meringer Gebrauchtwaren-Kaufhaus in der Münchner Straße befindet sich eine Sammelstelle für Tierfutter und Equipment sowie eine Spendenbox für Tierarztkosten, Sterilisationen und Futter. Die Ziele des Vereins sind vielfältig: Der Tierschutz soll aktiv gefördert und bekannt gemacht werden, zum Beispiel durch Stände beim Marktsonntag oder beim Weihnachtsmarkt. Bei Vorträgen in Schulen und Kindergärten möchte Mike Cannaday den Kindern und Jugendlichen unter anderem die Frage stellen, warum in Deutschland Tiere rechtlich immer noch als Sachen betrachtet werden. Er könnte sich auch Führungen im Wald vorstellen, die er auf Spendenbasis vorbereitet. Der Verein hilft bei der Vermittlung von Tieren, berät über Haltung und gibt Unterstützung bei der Ausstattung. Er arbeitet auch mit anderen Tierschutzorganisationen, -vereinen, Tierheimen und Tierärzten zusammen.

Ein weiteres Vorhaben: Wohnprojekt mit Senioren und Tieren

Ein weiteres Projekt, das sich die beiden Vorsitzenden überlegt haben, wäre ein Wohnprojekt mit Senioren, Behinderten und Tieren. „Jeder Bewohner bekäme von uns fest ein Tier zur Betreuung zugewiesen“, erklären sie. Auch hierfür bräuchten sie das passende Gebäude, um die Idee verwirklichen zu können. Tiere hätten gerade auf Senioren eine beruhigende Wirkung und würden dazu beitragen, mehr Freude und eine Aufgabe in ihr Leben zu bringen.

Wer den Verein unterstützen möchte, kann mit Mike und Charlotte Cannaday Kontakt aufnehmen: Telefon 0152/09419795 oder E-Mail an Tierparlament.ev@yahoo.com.

Lesen Sie dazu auch diesen Artikel: Neues „Parlament“ für Tiere in Mering

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren