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Das Zieglerbräu muss viel bieten, um zu überleben

Kommentar Von Ute Krogull
07.12.2020

Plus Mitten in der Corona-Krise eine Wirtschaft wie das Friedberger Zieglerbräu wieder zu eröffnen, dazu gehört Mut. Wird der Augsburger Ilir Seferi es schaffen?

Die Friedberger sehen es mit gespaltenen Gefühlen, dass der Augsburger Wirt Ilir Seferi "ihr" Zieglerbräu übernimmt.

Wer mitten in der Corona-Krise ein Gasthaus eröffnet, noch dazu ein eher schwieriges Objekt wie das Zieglerbräu, braucht Mut, Erfahrung und einen starken unternehmerischen Rückhalt. All das kann Seferi unbestreitbar vorweisen. In Facebook wird bereits über das Für und Wider des Seferischen Geschäftsprinzips diskutiert. Doch sowohl dem Wirt selbst als auch der Augustiner-Brauerei wird klar sein, dass das Zieglerbräu viel bieten muss, um eine Überlebenschance zu haben.

Es war traurig, dass das Friedberger Zieglerbräu leer stand

Die Friedberger sind gesellig, kaufkräftig und bereit, Geld für Speis und Trank auszugeben, aber dann soll bitte auch alles stimmen, wie Seferis Vorgänger leidvoll erfahren mussten. Qualität, Preis-Leistungs-Verhältnis, Atmosphäre, Persönlichkeit, all das ist in einer Kleinstadt mit eng verwobener Stadtgesellschaft noch bedeutend wichtiger als in einer Großstadt wie Augsburg. Seferi hat hier lange genug gelebt und gearbeitet, um dem Rechnung zu tragen.

Vor allem ist es gut, dass das traditionsreiche Haus im Herzen der Stadt nicht mehr leer steht. Wie traurig das war, konnte jeder gerade während der Landesausstellung sehen. Die Friedberger werden daher sicher auch dem neuen Wirt eine Chance geben - aber kaum zwei.

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