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BOS

20.07.2013

Das gesunde Maß an Unzufriedenheit

Appell zum lebenslangen Lernen bei der Verabschiedung

Friedberg Nein, eine Formel, die Zufriedenheit berechnet, gibt es nicht. Mit diesen Worten verabschiedete Schulleiter Wolfgang Wiedemann die Absolventen der Fachoberschule (FOS) und Berufsoberschule (BOS). Die 12. Klassen hörten in seiner Festrede, warum Zufriedenheit oft mit „Stillstand und Langeweile“ gleichzusetzen ist. Zwar sei der Zufriedene ein ausgeglichener und geschätzter Zeitgenosse, für die Weiterentwicklung des Einzelnen sei aber ein gewisses Moment an Unzufriedenheit nötig.

Wiedemann forderte die Abiturienten dazu auf, weiterhin ein gesunde Maß an Unzufriedenheit zu behalten. Einige zeigten bereits jetzt ihre fachliche Unzufriedenheit und besuchten im kommenden Jahr die 13. Klasse der Berufsoberschule.

Stellvertretender Landrat Rupert Reitberger betonte ebenfalls, dass „wir den Fortschritt den Unzufriedenen verdanken, denn die Zufriedenen wollen keine Veränderung“. Er begrüßte die Absolventen im „Kreis der Steuerzahler“ und sieht die Investition in den Rohstoff Geist als gut angelegt. Doch der Prozess des lebenslangen Lernens habe gerade erst begonnen.

Schülervertreter Omar Jahovic berichtete von vielen Rechnungen, die einige Schüler während ihrer Schulzeit bekommen hatten „Endlose Diskussionen mit Politessen“ waren die Folge. Seine Empörung nahm 3. Bürgermeister Manfred Losinger gelassen auf: „Vielen Dank für die vielen Strafzettel, die sie bezahlt haben. Sie haben die Stadtkasse gut gefüllt“, entgegnete er mit einem Augenzwinkern. Losinger forderte die Abiturienten dazu auf, ihre Chancen zu nutzen.

Nach einer Showeinlage der „Jumpinos“, die mit Seilspring-Kunststückchen ihr Publikum zu beeindrucken wussten, folgte die Ehrung der Besten. Mit 415 erfolgreichen Absolventen stellt die FOS/BOS Friedberg das Kontingent von drei mittelgroßen Gymnasien. Schulleiter Wiedemann bedankte sich deswegen besonders bei seinen Kollegen, die „in den vergangenen Wochen an der absoluten Grenze ihrer Belastbarkeit“ gearbeitet hätten.

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