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Mobilität

30.11.2019

Das ist Friedbergs neuer Stadtbus

Die neuen Hybridbusse in Friedberg bieten Vorteile für Behinderte. Zudem gibt es Steckdosen und kostenfreies WLAN.
Foto: Tom Trilges

Die neuen Busse für Friedberg sind kleiner als die alten, aber besser ausgestattet. Die Bürger zeigen großes Interesse am geänderten Fahrplan.

Ab dem 15. Dezember erhält Friedberg nicht nur einen geänderten Fahrplan, sondern auch neuartige Busse. Diese sind mit 10,60 Metern zwar kürzer als die bisherigen, bieten allerdings mehr Komfort. Beim Wochenmarkt am Freitag konnten sich Bürger selbst ein Bild machen und sich über das Buskonzept informieren.

WLAN und Steckdosen sind Standard in Friedbergs neuen Bussen

Handys unterwegs laden und kostenlos per WLAN im Internet surfen – das sind zwei Neuerungen, die gerade junge Kunden des Augsburger Tarif- und Verkehrsverbunds (AVV) an den Hybridbussen, die bald durch Friedberg fahren, freuen dürften. Darüber hinaus können die Bürger künftig auf der Anzeigetafel den gesamten Verlaufplan der jeweiligen Linie sehen – das war bei den alten Modellen noch nicht so.

Ein besonderer Gewinn ist die Anschaffung der Fahrzeuge zudem für Behinderte: Die Niederflurbusse ermöglichen ihnen einen ebenerdigen Einstieg. Profitieren sollen die Friedberger auch davon, dass Busse, Züge und Straßenbahn fortan durch ein elektronisches System gekoppelt sind und ihnen dadurch der Anschluss nicht mehr so häufig vor der Nase wegfährt.

Der neue Friedberger Stadtbus auf dem Wochenmarkt am Freitag.
Foto: Tom Trilges

Viele Fragen zum Buskonzept in Friedberg

Am Freitag konnten Friedberger beim Wochenmarkt einen Blick in einen neuen Bus werfen. Das Interesse war groß, sagt Irene Goßner vom AVV: „Schon beim Martinimarkt haben wir hunderte Gespräche geführt und auch diesmal war immer etwas los. Uns ist es wichtig, den Leuten im Vier-Augen-Prinzip Einblick zu ermöglichen und ihre Fragen zu klären.“ Am Freitag informierten sich nach Aussage von Friedbergs ÖPNV-Beauftragtem Manfred Schnell rund 200 Leute.

Goßner hatte bei den Begegnungen den Eindruck, dass die meisten Menschen in Friedberg mittlerweile vom Fahrplanwechsel wissen. „Sie kommen dann mit sehr konkreten Fragen zu den Linien, die sie nutzen, zu uns“, berichtet sie. Manfred Schnell meinte: "Es gab viel Lob, insbesondere für die hauptsächlich nachgefragte Route von der Linie 6 zur Garage-Ost im 15-Minuten-Takt. Die Anbindung von Herrgottsruh durch die Linie 201 erhält ebenfalls viele positive Rückmeldungen." Erstaunlich verhaltene und nur vereinzelte Kritik habe er an der vermeintlichen Ausdünnung für Friedberg-Ost vernommen, wobei von den meisten Kritikern übersehen wurde, dass neben der Linie 200 auch die Linien 202 und 210 das Gebiet bedienen.

Fahrten im Friedberger Stadtgebiet kosten einzeln alle 1,20 Euro

Ein Thema, das die Kunden neben den Abfahrtzeiten beschäftige, seien die Tarife. In Friedberg ist jede Fahrt eine Kurzstrecke, kostet also nur 1,20 Euro. Anders sieht es bei Routen nach Augsburg aus – für sie werden in Regel zwei Streifen, also zwei Tarifzonen fällig. Laut ÖPNV-Beauftragtem Manfred Schnell schätzen erstaunlich viele Senioren das 9-Uhr-Abo für 330 Euro im Jahr. Dass es Kombi-Abos mit der Möglichkeit einer Nutzung von Carsharing und Leihrädern gibt, sei allerdings den Wenigsten bekannt.

Lesen Sie dazu auch den Artikel: Friedbergs neues Buskonzept stellt nicht alle Bürger zufrieden






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