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22.10.2007

Das schnellste Tor in der TSV-Geschichte

Es dürfte das schnellste Tor in der Geschichte der Fußballabteilung des TSV Friedberg gewesen sein: Nach nur sechs Sekunden traf Angelo Arabia im Spiel der Kreisklasse Augsburg-Mitte für den TSV II gegen den TSV Göggingen II zum 1:0 ins Netz.

Vorausgegangen war ein weiter Ball vom Anspiel weg von Oliver Born auf Fabian Kistler und dessen Querpass drückte Arabia über die Linie. Damit war Angelo Arabia vier Sekunden schneller als Bayern-Torjäger Roy Makaay, der in der Champions League gegen Real Madrid im März 2007 zehn Sekunden für sein 1:0 benötigte. Dieses Tor sorgte natürlich für Gesprächsstoff, mehr vielleicht als das 4:0 gegen eine erschreckend schwache Gögginger Elf. Trainer Max Wolf konnte es sich leisten, seinen "Bankspielern" Einsatzzeiten zu geben - und selbst eine unglücklich Gelb-Rote Karte für den "Rekord-Torschützen" Arabia fiel an diesem Tag nicht ins Gewicht.

Eine Zahl spielte auch beim TSV Mühlhausen in der A-Klasse Aichach eine Rolle, die 20 nämlich. Zum ersten Mal seit 20 Jahren steht eine Mühlhauser Fußball-Mannschaft wieder einmal auf Platz eins der Tabelle - klar, dass das 5:0 gegen Adelzhausen II gefeiert wurde. "Bei uns herrscht gerade eine Euphorie, die ich natürlich gerne mitnehme", so Mühlhausens Trainer Klaus Wünsch. "Es läuft gut im Moment, wir schießen viele Tore, die Abwehr steht gut und mit unserem Glücksbringer Markus Jahnel im Kasten haben wir noch nicht verloren. Wir haben schon spekuliert, heuer oben dabei zu sein, jetzt müssen wir weiter konzentriert arbeiten", meinte Wünsch.

Auch bei der Partie der Bezirksliga Nord zwischen dem BC Rinnenthal bei Berg im Gau konnte man ein "Zahlenspiel" anstellen: Neun gegen elf = 1:0. Der BCR musste knapp eine Stunde mit zwei Mann weniger spielen, da noch vor dem Seitenwechsel kurz nacheinander Frank Mazur und Martin Seidl Gelb-Rot gesehen hatten - und dennoch nahm der BCR die drei wichtigen Punkte mit nach Hause. "Das war unglaublich, was die Jungs geleistet haben, ich muss meinem Team großen Respekt zollen. Mit zwei Mann weniger haben wir keine Chance zugelassen und Tom Bradl hat den BSV-Torjäger Tobias Nabe komplett abgemeldet", so Mazur, der auf die Unparteiischen nicht gut zu sprechen war. "Die beiden Platzverweise waren eigentlich eine Frechheit", ereiferte sich der BCR-Trainer.

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Wie schnelllebig der Fußball ist, das lässt sich am Beispiel des TSV Friedberg verdeutlichen. Am letzten Septemberwochenende beim 0:5 in Germaringen war von "Offenbarungseid" und "bodenloser Leistung" die Rede, drei Wochen später ließ sich die Mannschaft mit einem "Diver" von zufriedenen Zuschauern feiern. Beim 3:1 gegen Olympia Neugablonz knüpfte der TSV nahtlos an die gute Leistung vom Spiel in Heimertingen an und nötigte auch den kritischen Fans Respekt ab. "Wir kommen langsam wieder da hin, wo wir hin wollen. Man sieht, dass das intensive Training der letzten Wochen Früchte trägt", freute sich Trainer Werner Heiß. Mit der läuferischen Verbesserung geht auch eine spielerische Steigerung einher. "Wir spielen im Moment etwas defensiver, vielleicht liegt uns das mehr", so Heiß.

Der Zug nach oben ist wohl abgefahren

"Wir waren nicht schlechter, nur dümmer" - etwas plakativ fiel das Fazit von Wolfgang Missenhardt, dem Coach des SV Mering, nach dem 1:4 in Germaringen aus. "Wir haben nach vorne eigentlich sehr gefällig gespielt, aber ab dem Sechzehner ist uns nichts mehr eingefallen. Zudem hatten wir auch Pech, ein Tor von Fischer wurde nicht gegeben und ein Foul an Bicho im Strafraum nicht geahndet", so der MSV-Trainer weiter. Nun sei der Zug nach oben endgültig abgefahren, ließ Missenhardt wissen.

"Die Spielen Fußball von einem anderen Stern, es mir unbegreiflich, wie die schon ein Spiel verlieren konnten", wunderte sich Kissings Trainer Andreas Spöttl. Der KSC hatte vom BCA Oberhausen beim 1:8 eine Lehrstunde erhalten. "Wir haben zwar eine halbe Stunde gut mitgehalten, aber ehrlicherweise muss man sagen, wir hatten nie eine Chance - in Unterzahl dann sowieso nicht mehr", so Spöttl, der sich über den unnötigen Platzverweis von Torhüter Nico Beil ärgerte. Für Spöttl ist die Titelfrage in der Kreisliga Augsburg schon entschieden: "Ich glaube nicht, dass die aufzuhalten sind, die spielen einen technisch überragenden Fußball."

Vom Titelkampf weit entfernt sind die Sportfreunde Friedberg, die sich bei Türkspor II ein 1:1 erkämpften. Nach wie vor ist die Personallage bei den Ostlern sehr kritisch.

In der Kreisklasse Augsburg-Mitte war es das Wochenende der Kreisteams: Wulfertshausen (3:0 gegen Merching) wahrte Platz eins, die Sport-Freunde Bachern (2:1 bei Öz Akdeniz) untermauerten ihren Ruf als Favoritenschreck, Mering II (2:1 gegen Türk JKV) und Ottmaring (2:0 gegen Kriegshaber) gewannen ebenfalls.

Dagegen verpasste es der SV Ried, sich endgültig im Titelkampf der A-Klasse Augsburg 2 zurück zu melden. Nach dem 2:3 gegen den Verfolger ESV Augsburg liegt Ried schon vier Punkte hinter der TSG Augsburg - und hat bereits ein Spiel mehr auf dem Konto.

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