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Lokalpolitik

06.06.2019

Dasing: Strompreis explodiert, Biogasanlage wird ausgebaut

Die Dasinger zahlen bald doppelt so viel für ihren Strom als bisher, gab Bürgermeister Nagl jetzt im Gemeinderat bekannt.
Bild: Jens Büttner, dpa (Symbolfoto)

Mehr als doppelt so viel zahlen die Dasinger künftig für Energie. Das Projekt eines Landwirts sehen die Gemeinderäte kritisch.

Die offizielle Tagesordnung war bereits abgearbeitet, da fuhr den Mitgliedern des Dasinger Gemeinderats noch einmal so richtig der Schreck in die Glieder. Thema: die rasant steigenden Strompreise. Bürgermeister Erich Nagl (Freie Wähler) teilte mit: „Die Stadtwerke Augsburg haben den Zuschlag für die künftige Stromversorgung erhalten. Der Preis liegt dann bei etwa 4,7 Cent pro Kilowattstunde.“ Betretenes Schweigen. „Ja, das ist eine Verdopplung, ich weiß. Bisher waren es um die 2,2 Cent“, fuhr Nagl fort. Die enorme Steigerung sei offenbar marktüblich, dennoch freilich aber eine Belastung für die Bürger. Bei dieser Summe handelt es sich um die Kosten für Erzeugung und den Vertrieb. Sie macht rund 20 Prozent des gesamten Strompreises aus.


Dasing: Ausbau von Biogasanlage und schnelles Internet für Schule

Die weiteren Themen:

  • Ein Landwirt plant nördlich von Laimering den Ausbau seiner Biogasanlage. Die Produktionskapazität soll von 2,3 auf 3,2 Millionen Kubikmeter Rohbiogas im Jahr ansteigen. Dafür braucht es einen zusätzlichen Silo-Behälter. Dieser ist mit einer Haube von acht Metern Höhe größer als die bestehenden. Das sorgte bei einigen Gemeinderäten, darunter Anne Glas (Aktive), für Kritik. Zum einen werde das schöne Ortsbild Laimerings gefährdet. Außerdem seien die entzündbaren, klimaschädlichen Gase solcher Anlagen immer wieder Grund für Zweifel. Hinzu komme ein unangenehmer Geruch im direkten Umfeld der Silos. Letztlich genehmigte das Gremium den Plan allerdings, bei dem zusätzlich eine neue landwirtschaftliche Halle sowie ein großes Wohnhaus für den Betriebsleiter und seine Mitarbeiter entsteht, mit einer Mehrheit von 15:4 Stimmen. Die Biogasanlage wird wegen neuer gesetzlicher Anforderungen im Zuge des Vorhabens auch gleich mit einem Wall im Südosten versehen.
  • Die Schule in Dasing bekommt schnelleres Internet. Darauf verständigte sich der Gemeinderat einstimmig. Von den geschätzten Gesamtkosten knapp über 40000 Euro trägt die Gemeinde 20 Prozent, also rund 8000 Euro.
  • Bürgermeister Nagl schlug den Gemeinderäten vor, im Rahmen der Erarbeitung des Städtebaukonzepts eine Zukunftswerkstatt mit 14- bis 25-Jährigen ins Leben zu rufen. „Wir sehen ja das Engagement bei Fridays for Future, also soll gerade diese Altersgruppe auch an der Zukunft unserer Gemeinde mitwirken“, so Nagl. Dieser Meinung schlossen sich die anderen Politiker an. Angedacht ist ein kompletter Tag, an dem die jungen Leute ihre Vorstellungen einbringen. Im Herbst sollen auch alle anderen Bürger umfassend über die Pläne der Gemeinde informiert werden, vermutlich bei einem Infoabend sowie beim verkaufsoffenen Sonntag am 13. Oktober.
  • Der Verein „Jägerblut Laimering“ darf sich über einen Zuschuss der Gemeinde zu seiner neuen Schießanlage freuen. Nötig sei die geworden, da erfreulicherweise immer mehr Jugendliche Spaß an dem Sport gefunden hätten und regelmäßig zum Training kämen. Der Zuschuss wurde in einer Höhe von 4000 Euro gewährt, insgesamt fallen Kosten von 20000 Euro für die Anlage an.
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