1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Der Aufsteiger hegt jetzt kühne Absichten

05.05.2009

Der Aufsteiger hegt jetzt kühne Absichten

Kommt es zwischen dem BC Rinnenthal und dem TSV Dasing zum Tausch? Nach dem 2:2 gegen Altenmünster ist es jetzt auch faktisch fast nicht mehr möglich, dass der Vorletzte der Bezirksliga Nord noch zum Relegationsplatz hochkommt. In Dasing, beim Dritten der Kreisliga Ost aber ist jetzt Kampfgeist angesagt: "Da die Konstellation jetzt so günstig geworden ist, will ich hoch", sagt Spielertrainer Alex Dürr. Und spricht damit eine klare Kampfansage in Richtung FC Stätzling aus.

Die dortige Haller-Truppe rangiert vier Punkte vor den Dasingern, hat aber noch den Spieltag vor sich, an dem sie aussetzen muss. Dasing wiederum hat die Chance, mit einem Sieg bei Spitzenreiter TSV Burgheim (am 24. Mai) das Rennen um die Meisterschaft in der Kreisliga Ost völlig zu öffnen. Vier Kracher-Spiele haben die Dasinger noch vor sich, "wenn wir da zwölf Punkte holen, dürfen wir jubeln", so Dürr. Und er macht damit seine Mannschaft scharf, denn zu verlieren hat er jetzt nichts mehr, der Aufsteiger.

Aber auch Haller ist jetzt schon zufrieden. "Wir sind nie mit dem Anspruch angetreten, aufsteigen zu wollen", sagt der Stätzlinger Ex-Profi. Und er lobt seine Mannschaft in hohen Tönen, die nach dem Muskelfaserriss von Markus Rolle lange Zeit ohne ihren Goalgetter auskommen musste und doch zwei Rückstände gegen Adelzhausen kompensierte. Haller: "Zwei Spiele in zwei Tagen, da jammern ja schon die Profis und das können auch wir nicht wegstecken, wo wir doch nur mit arbeitenden Menschen und Studenten antreten können." Froh um die Woche Pause ist er auch wegen Rolle, der wohl zwei bis drei Wochen ausfällt.

Beim BCR laufen seit Wochen die Planungen für die Kreisliga. "Das Gros der Spieler wird beieinander bleiben, die Mannschaft fällt also nicht auseinander", sagt Trainer Oliver Tuffentsammer. Bei zwei Akteuren steht fest, dass sie aufhören: Thomas Bradl und Stefan Holland. Manfred Kramer aber wird trotz seiner inzwischen 34 Jahre noch mindestens eine Saison dranhängen und so als Stabilisator wirken. "Und man hat durchaus gesehen, dass wir Nachwuchs haben, der mithalten kann", weiß Tuffentsammer. Alex Steinhart und Patrick Treffler ließen die Altenmünsterer Stürmer Stefan Jungwirth und Florian Seitzmeier nicht zur Entfaltung kommen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

In der Bezirksliga Süd ist für den TSV Friedberg der "Zug nach oben" wohl endgültig weg und der SV Mering braucht noch einen Sieg, um Abstiegsängste der Theorie nach ("40 Punkte") zu bannen. Interessanter sind deshalb die Ligen darunter. Stößt der Kissinger SC nächste Saison wieder zum "erlauchten Kreis" hinzu? "Wenn wir jetzt noch die Stadtwerke und den SV Hammerschmiede besiegen, glaube auch ich daran", sagt Trainer Andy Spöttl. Glück habe man in Göggingen gehabt, wirklich Glück - "und einen André Pusch." Der schieße halt mal aus 25 oder 28 Metern, trifft und entscheide so ein Spiel. Wobei Glück vor dem eigenen Gehäuse das Wesentlichere war, als Göggingens Geiger das leere Kissinger Tor nicht traf. Lob hatte Spöttl auch noch für die "ausgebufften" Uli Antunes (38) und Herbert Spöttl (35) übrig.

Der größte Gewinner der vergangenen Woche aber war der SV Wulfertshausen. Mit der TSG Augsburg (2:0 am Dienstagabend) und dem FC Öz Akdeniz (2:1 am Freitag) wurden zwei Konkurrenten auf Distanz gehalten, die sich bis dato durchaus noch Chancen ausrechneten. Und jetzt "spielte" auch noch der unmittelbare Verfolger, die Sport-Freunde aus Bachern mit, die den Wulfertshausenern an deren spielfreiem Wochenende eine Heimniederlage gegen Öz "spendierten". In Euphorie zu verfallen sei aber nicht angebracht, bremst SVW-Trainer Siggi Hilz den Jubel. Der Vorsprung vor Bachern betrage zwar sieben Punkte, das sei ein gutes Polster. "Aber das ist rucki-zucki weg, wenn man nicht aufpasst und die anderen mitbekommen, dass Wulfertshausen schwächelt."

Bleibt noch der SV Ried: Die Völk-Truppe hat sich am Sonntag die letzte Chance auf die Meisterschaft bewahrt durch den schweren Fight beim TSV Haunstetten II. "Der Gegner war am Freitag spielfrei und wir mussten da lange zu zehnt auskommen, waren also ganz schön ausgebrannt", erzählt Trainer Andy Völk. Ried ist noch Spitzenreiter, Verfolger Diedorf aber zwei Spiele im Rückstand. "Jetzt hoffen wir halt auf zwei Remis bei denen." Auch wenn das nicht sehr wahrscheinlich ist. "Gerechnet wird in Ried mit Platz zwei, gehofft aber auf Platz eins", sagt Völk.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20_WYSinnov_032.tif
Umwelt

So helfen Dächer beim Klimaschutz

WhatsappPromo.jpg

Alle News per WhatsApp

Die wichtigsten Nachrichten aus Augsburg, Schwaben
und Bayern ganz unkompliziert auf Ihr Smartphone.

Hier kostenlos anmelden