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Der Friedberger Stadtrat hat seine Chance zum Neuanfang verpasst

Kommentar Von Ute Krogull
06.08.2020

Plus Der Stadtrat in Friedberg hat nach der Wahl einen Neuanfang angestrebt. Wie sich schon jetzt gezeigt hat, hat das nicht geklappt.

Die Friedberger Strategie, auf einen ausgewogenen Gewerbe-Mix zu setzen, hat sich bewährt. Die Stadt könnte in der Finanzkrise mit einem blauen Auge davonkommen. Trotzdem ist die Zeit des sorglosen Geldausgebens vorbei. Die oft geforderte Priorisierung der Projekte wird nötiger denn je. In einer solchen Phase ist es unabdingbar, dass Stadtrat und Verwaltung mit dem Bürgermeister an der Spitze konstruktiv zusammenarbeiten. Doch auch, wenn das immer wieder proklamiert wurde, wenn es um die drohenden Sparrunden ging, ist davon leider in der Realität nichts zu spüren.

Anfangseuphorie verpuffte in Friedbergs Stadtrat schnell

Da erleben die unangenehm überraschten Zuhörer in der Max-Kreitmayr-Halle nach der Anfangseuphorie, die schnell verpuffte, einen zänkischen Stadtrat und einen genervten Bürgermeister. In den Amtsstuben wächst der Frust, dass die Politik der Verwaltung immer mehr misstraut.

Der neue Stadtrat macht da weiter, wo der alte aufgehört hat. Blöcke verfestigen sich. Die Gründe dafür liegen in der Vergangenheit und sind teils nachvollziehbar. Doch sie verbauen den Weg in die Zukunft. Eine Chance zum Neuanfang wurde verpasst. Dass es damit nach der Sommerpause klappt, ist unwahrscheinlich. Der Herbst dürfte stürmisch werden, die Aussichten sind trüb.

Lesen Sie den dazugehörigen Artikel: 2019 war ein Rekordjahr für Friedberg - doch trägt das durch die Krise?

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