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Mering

25.05.2019

Der Großmeister lehrt seine Kunst in Mering

Großmeister Shi Yan Liang brachte einigen Schülern in Mering die Shaolin-Kultur näher.
Bild: Christina Riedmann-Pooch

Shi Fu Shi Yan Liang weist seine Schüler in die Shaolin-Kultur ein. Was er im Tanzpunkt Mering vermittelt.

Überall ist das Glück – diesen Spruch nutzt Carina Schmiedke-Rindt in Form von kunstvoll geschmückten roten Schriftzeichen als Dekoration. Fünf Jahre ist es her, dass Großmeister Shi Fu Shi Yan Liang zum ersten Mal nach Mering, Kissing und Augsburg kam, um die Shaolin-Kultur, insbesondere das Qigong, die damit verbundenen Bewegungsmuster, sowie die Meditation und Philosophie zu lehren.

Nun ist er zum fünfjährigen Jubiläum wieder da. Der Großmeister schmunzelt, als er die Dekoration im Meringer Tanzpunkt sieht und erklärt, dass man sie in China zu besonderen Anlässen auch umdreht, um die Bedeutung ein wenig zu ändern. Das bedeutet, dass das Glück schon da ist. Heute sind begeisterte Qigong-Schüler aus der Schweiz, Österreich und ganz Deutschland nach Mering gekommen, um eine Jubiläumsstunde zu genießen.

Teilnehmer kommt extra aus Leipzig

Eine Teilnehmerin aus München ist schon von Anfang an dabei. Als erste Schülerin von Institutsleiterin Schmiedke-Rindt ist sie eine der erfahrenen Qigong-Praktizierenden. Ein anderer ist extra aus Leipzig angereist. Das Qigong verbesserte seine Knieschmerzen und begeisterte ihn für die Shaolin-Kultur: Dreimal hat er schon den vom Großmeister gegründeten Shaolin-Tempel in Wien besucht, ist mit ihm nach China gereist und trifft sich regelmäßig zu Shaolin-Workshops. Ein Teilnehmer aus Mering dagegen ist das erste Mal dazu gestoßen. Er ist neugierig darauf, wie und was der Großmeister über dein Einklang von Körper und Geist lehren wird.

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Ein kleiner Kreis mit etwa 30 Zuhörern lauscht dem Großmeister in den kommenden zwei Stunden gebannt. Immer wieder greift er Beispiele aus dem Alltag auf, die jeder kennt: Hastiges, unreflektiertes Essen oder wie man mit negativen Gefühlen umgeht. Er spricht sich dafür aus, ganz bewusst seine Zeit für ausschließlich eine Tätigkeit oder für die Entspannung einzusetzen und gegen den Trend kein Multitasking zu betreiben. Er unterstreicht, wie man mit einer kleinen Änderung seiner Gewohnheiten und täglichem Training eines Sports körperlich gesund bleiben kann. Doch erst durch Versenkung, Achtsamkeit und Konzentration, die mit allen Shaolin-Methoden – Qigong, Rou Quan, Kung Fu sowie Meditation – trainiert werden, könne es zu geistigen Höchstleistungen mit klarem Denken, energiereichen und mutig-durchdachten Entscheidungen ohne Ängste kommen.

Shaolin-Meister: Der Körper muss gesund sein

Immer wieder betont er, dass zuerst der Körper gesund sein müsse, erst dann könne der Geist quasi „Unmögliches“ leisten. Und das beweist er eindrucksvoll: Mit einer sogenannten Form setzt er all das Gesagte mit fließenden Bewegungen in einer raubtierhaften Geschmeidigkeit und mit absoluter Kontrolle jeder Muskelfaser um.

Beim Ausklang des Abends überreicht eine Teilnehmerin der Institutsleiterin Schmiedke-Rindt eine Torte, die das Logo „Shaolin Kulturzentrum Augsburg“ ziert. Unter der Überschrift „Shaolin Tempel“ zeigt es symbolisch die Sinisierung des Buddhismus durch die Integration von Daoismus und Konfuzianismus zum einzigartigen Chan-Buddhismus, eine Weisheitstradition, die im Shaolin Tempel seinen Ursprung hat. Diese Auszeichnung als eines der offiziellen Kulturzentren weltweit ist Großmeister Shi Yan Liang zu verdanken, denn es bedeutet, dass authentische Shaolinkultur gelehrt wird. Und neben der Torte liegt wie zufällig ein kleines Symbol, das eigentlich auf dem Kopf steht: Das Glück ist schon da.

Lesen Sie dazu auch diesen Artikel: Großmeister unterweist in einer uralten Kunst

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