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Kissing

04.05.2020

Der Kissinger Edeka darf leuchtende Schilder aufhängen

Edeka Stegmann in Kissing will seine Schilder erneuern.
Bild: Philipp Schröders

Der Kissinger Bauausschuss erlaubt dem Edeka-Markt, neue Schilder aufzuhängen. Abends müssen die Lichter wegen der Anwohner aber ausgemacht werden.

Schon einmal ist im Kissinger Bauausschuss über die beleuchteten Schriftzüge des Edekas an der Bahnhofstraße beraten worden. Inhaber Bernd Stegmann möchte die Beschilderung seines Ladens modernisieren. Doch weil die Verwaltung nicht alle Fragen der Gemeinderäte klären konnte, wurde die Entscheidung vertagt. Nun ist aber ein Beschluss gefasst worden.

Wie Bürgermeister Reinhard Gürtner erklärte, sollen die großen beleuchteten Schriftzüge an der Süd-, Ost- und Westseite erneuert werden. Zur Bahnhofstraße hin soll zudem in Zukunft ein mit LED beleuchteter Schriftzug „Wir lieben Lebensmittel“ angebracht werden. Neben den Eingang an der Westseite kommen zwei neue kleinere Tafeln als Hinweise für die Metzgerei und Backstube, die bisher an der Seite zur Bahnhofstraße hin hängen.

Im Kissinger Ausschuss gab es Bedenken wegen der Nachbarn

Gürtner erklärte, dass die Verwaltung sich beim Geschäftsinhaber und bei dem Hersteller der Werbetafeln erkundigt habe. „Von der Lumenzahl her wird sich nichts ändern“, sagte Gürtner. Er gehe davon aus, dass die neueren Lampen etwas heller seien. „Die bisherigen sind schwächer, aber das ist dem Alter geschuldet. Auch die LED-Lampen werden schwächer, wenn sie älter werden.“ In der vergangenen Sitzung hatte es Bedenken wegen der angrenzenden Häuser gegeben. In der Nachbarschaft befinden sich das Seniorendomizil Haus Gabriel, eine Einrichtung für Betreutes Wohnen und auch Wohnhäuser.

Gürtner erklärte aber, dass die Lichter weiterhin um 21 Uhr abgeschaltet werden sollen. „Das war bisher auch so genehmigt.“ An der Westseite habe ein Anwohner Bedenken geäußert. Laut Gürtner hat der Betreiber aber die Möglichkeit, per Zeitschaltuhr die Schilder einzeln auszuschalten. Folglich könne er die Werbeanlage zur Westseite hin auch um 20.30 Uhr abstellen. Franz-Xaver Sedlmeyr von der CSU sprach sich dafür aus, dem Vorhaben nun zuzustimmen.

Beleuchtung geht erst aus, wenn Angestellte den Edeka-Markt verlassen

Petra Pfeiffer von der SPD fragte, ob es nun bei 21 Uhr bleibe, oder ob es nicht sinnvoll sei, doch eine frühere Zeit zu wählen. Bauamtsleiter Alfred Schatz erklärte, dass er zur Bahnhofstraße hin kein Problem sehe. Gegenüber befindet sich die Bücherei. Gürtner hielt auch die Beleuchtung am Eingang bis 21 Uhr für gerechtfertigt. Der Inhaber habe erklärt, dass das Personal den Markt erst später verlasse. Es müsse ja noch die Abrechnung und weitere Arbeiten machen. „Wir wollen niemanden zumuten, im Dunkeln zum Auto zu gehen“, sagte Gürtner.

Am Ende schaffte der Bauausschuss einstimmig die Voraussetzung dafür, dass die Werbetafeln ausgetauscht werden dürfen. Die Beleuchtung soll nach 21 Uhr ausgeschaltet sein, heißt es im Beschluss. Die Kissinger Verwaltung ergänzte zudem, dass die Werbetafel an der Westseite in Zukunft bereits um 20 Uhr ausgeschaltet werden soll.

Eigentümer will in Kissing ein Einfamilienhaus umbauen

Ein Antragsteller möchte das Einfamilienhaus in der Werkstraße 10 in ein Mehrfamilienhaus umbauen. Das neu Gebäude soll drei Wohnungen haben. Zwei sind laut Planung größer als 50 Quadratmeter. Hinzu kommt ein ausgebautes Dachgeschoss mit einer Fläche, die etwas kleiner als 50 Quadratmeter ist. Es werden gemäß der Stellplatzsatzung der Gemeinde fünf ausgewiesen. Gemeinderat Ludwig Asam von den Grünen gab aber zu bedenken, dass die Zufahrt zu den Parkplätzen im Norden schwierig sei. Pfeifer von der SPD und Sedlmeyr von der CSU stimmten ihm zu.

In den meisten Gemeinden am Lechrain steht seit Sonntagabend fest, wer Bürgermeister ist und wer in den Gemeinderat eingezogen ist.
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Bauamtsleiter Schatz sagte: „Das im Einzelnen zu beleuchten, ist Sache des Technikers am Landratsamt.“ Er sei aber der Meinung, dass es möglich sei, einen Stellplatz in den Süden zu versetzen. Eine andere Möglichkeit sei, dass der Bauherr eine Ablöse zahle. Wolfgang Hörig von der Freien Wählergemeinschaft sprach sich aber klar dagegen aus. „Das sollten wir nicht von vornherein anbieten.“

Schatz stellte klar, dass das nur die letzte Lösung sei, um die Erweiterung eines bestehenden Baus zu ermöglichen. Letztendlich stimmte das Gremium dafür, die Anordnung der Stellplätze vom Landratsamt prüfen zu lassen.

Gemeinderat Asam fragte, wie viele Corona-Fälle es in Kissing gebe. Gürtner erklärte, dass ihm und der Verwaltung nichts bekannt sei. Das Gesundheitsamt in Aichach erfasse die Fälle zentral für den Landkreis. Der Gemeinde werde nichts offiziell übermittelt. „Wir haben aber alle Maßnahmen ergriffen, um eine Ausbreitung einzudämmen“, sagte Gürtner.

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