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Jugend forscht

22.02.2013

Der Kopf ersetzt den Dynamo

Julian Kast trägt den Solar-Fahrradhelm, der die Lampe in den Händen von Tom Feige mit Strom versorgt. Die beiden Friedberger haben das Projekt mit ihrem Klassemkameraden Moritz Kramer (links) aus Stadtbergen entworfen.
Bild: Sascha Geldermann

Drei Schüler haben einen Solar-Helm gebaut. Fällt Sonne darauf, leuchtet nicht nur die Fahrradlampe  - es fangen auch Vögel zu zwitschern an.

Gute Nachrichten für geplagte Beine: In Zukunft könnte der Kopf ihnen beim Fahrradfahren ein bisschen Arbeit abnehmen. Drei Sechstklässler vom Augsburger Maria-Ward-Gymnasium haben für die Sparte „Schüler experimentieren’“ des „ Jugend forscht“-Wettbewerbs einen Helm entworfen, der dank Solarzellen Fahrradlampen zum Leuchten bringt.

Ein Fahrradhelm, eine LED-Lampe und ein Solarmodul

Tom Feige und Julian Kast aus Friedberg und ihr Freund Moritz Kramer aus Stadtbergen fahren von der Ganztagsschule erst nach Hause, wenn es bereits dunkel ist. Dadurch kamen sie auf die Idee, mit Solarzellen für Licht zu sorgen. Ihre Grundzutaten waren ein normaler Fahrhelm, eine LED-Lampe und ein Solarmodul. „Letzteres haben wir einfach im Internet ersteigert“, sagt der elfjährige Julian Kast.

Fällt Sonne auf die Solarzellen, fließt Strom in einen Akku. Den befestigen die Schüler dann später am Fahrradlenker und verbinden ihn mit der LED-Lampe. Die leuchtet dadurch ganz ohne Beinarbeit.

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Beim Wettbewerb am Donnerstag und Freitag in Augsburg bringen die Sechstklässler aber kein ganzes Fahrrad mit. „Für die Demonstration besorgen wir uns einen alten Fahrradlenker“, sagt der zwölfjährige Tom Feige.

Vögel zwitschern, wenn sich der Akku auflädt

Vier Monate haben die drei Schüler an ihrem Projekt gearbeitet und sich dabei fast wöchentlich getroffen. Der Schulleiter des Maria-Ward-Gymnasiums Peter Kosak half ihnen als Betreuer dabei, Probleme aus dem Weg zu räumen.

Eines davon war die kleine Kontrolllampe am Solarmodul. Die zeigte an, ob Licht auf die Zellen fällt. Doch oben auf dem Helm sieht sie der Fahrer nicht. Die drei Schüler haben sie daher entfernt und stattdessen den Geräusch-Chip aus einer Grußkarte eingebaut. Nun weist leises Vogelgezwitscher drauf hin, dass sich der Akku auflädt.

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