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Verein in Kissing

28.11.2018

Der Kunstrasen ist für den Kissinger SC nicht das einzige Problem

Ob der Kissinger SC den neuen Kunstrasenplatz absperren darf oder nicht - darüber ist in Kissing eine Debatte entbrannt.
Bild: Marcus Merk (Symbolbild)

Am Donnerstag wird im Gemeinderat über den Zuschussantrag für das neue Kunstrasenfeld diskutiert. Auf den Verein kommen viele Herausforderungen zu.

Die Diskussion um den Kunstrasenplatz für den Kissinger Sportclub (KSC) ist nur ein Symptom für die Situation des Vereins. So sieht das jedenfalls 1. Vorsitzender Robert Kronester. Am Donnerstagabend wird nochmals im Gemeinderat darüber diskutiert, wie die Pläne eines neuen Spielfelds für den KSC realisiert werden können.

Der Platz aus dem Jahr 1996 ist so marode, dass ein Spielbetrieb nur schwer möglich ist. Wie bereits berichtet, will der KSC ein neues Kunstrasenfeld errichten. Dazu benötigt er die finanzielle Unterstützung der Kommune. 110000 Euro bringt der Verein selbst ein, 50000 Euro Zuschuss stellt der Bayerische Landessportverband in Aussicht. Die restlichen Kosten von 200000 Euro würde dann bei Zustimmung die Gemeinde Kissing übernehmen.

Kissing unterstützt den Verein beim neuen Kunstrasenfeld

Diese Hürden seien auf allen Seiten kein Problem. Auch Bürgermeister Manfred Wolf unterstützt die Pläne des KSC. Was jedoch für Diskussionen sorgt, ist die künftige Nutzung des Platzes. Während der KSC den Zugang beschränken will, sind einige Gemeinderäte dafür, dass die Schlüsselgewalt bei der Kommune bleibt. „Doch die Haftung übernimmt ja der KSC“, sagt Kronester. Der Jurist erklärt, dass diese nur schwer zu übernehmen sei, wenn man von Vereinsseite keinerlei Kontrolle habe, wer den Platz betrete. Zudem gewähre der BLSV keinen Zuschuss, wenn die Schlüsselgewalt nicht beim KSC liege. „Daher auch die vom BLSV vorgegebenen Formulierungen im neuen Nutzungsüberlassungsvertrag“, so Kronester. Und ohne diesen Zuschuss könne das Projekt vom KSC nicht durchgeführt werden.

KSC ist schon seit Monaten ohne Kassier

Gerade die Haftungsansprüche an den Verein und seine Vertreter seien es auch, die es immer schwerer machen würden, Verantwortliche für die jeweiligen Vorstandsposten zu finden. Derzeit ist der KSC beispielsweise auf der Suche nach einem neuen Schatzmeister. Viele Jahre hatte dieses Amt Klaus Griesbeck inne. Er übergab an Claudia Wenzel, die aber ihr Amt im Frühjahr niederlegt. „Seit dieser Zeit hilft Klaus Griesbeck uns aus“, informiert Kronester. Deshalb wird es wieder eine außerordentliche Jahreshauptversammlung am 13. Dezember geben, um dort nach einem neuen Schatzmeister zu suchen. Auch die Neuwahl des 1. Vorstands steht vorsorglich auf der Tagesordnung.

„Ich bin grundsätzlich bereit, das Amt weiter zu übernehmen, aber es muss ein Schatzmeister gefunden werden, damit der Verein sachgemäß geführt werden kann“, so Kronester.

Was ihm und den Verantwortlichen zudem das Leben schwer macht, sind die Diskussionen über die Forderungen des KSC. „Es heißt immer, der KSC fordert zu viel, dabei leisten wir einen großen gesellschaftlichen Beitrag innerhalb der Gemeinde“, so Kronester weiter. Die 2500 Mitglieder seien ja schließlich auch 2500 Kissinger Gemeindebürger.

Zudem übernehmen weit über 100 Ehrenamtliche, davon 70 Übungsleiter mit vom BLSV zertifiziertem Übungsleiterschein, die Betreuung der Kinder und Jugendlichen. Allein in der Fußballabteilung seien im Jugendbereich 30 Trainer und Übungsleiter tätig, so die Informationen des KSC-Vorsitzenden. „Das ist ein Engagement, das man hochschätzen sollte“, erklärt Kronester.

Unter anderem wird am Donnerstag, 29. November, ab 19.30 Uhr im Sitzungssaal des Kissinger Rathauses auch über die Gewährung des Zuschusses für das Kunstrasenfeld des KSC sowie die Erneuerung des Pachtvertrages zwischen KSC und Gemeinde beraten.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Kissinger SC hat Unterstützung verdient

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