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Patent in Kissing

30.11.2018

Der Kussmund als Geschenk an Kissing

Bürgermeister Manfred Wolf hat das Kissinger Logo mit dem markanten Kussmund nun auf den Namen der Gemeinde Kissing patentieren lassen. Auch der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler hat eine Tasse aus Kissing. So kennt man das Logo mit dem Kussmund von Broschüren, Tassen und Kugelschreibern.
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Bürgermeister Manfred Wolf hat das Kissinger Logo mit dem markanten Kussmund nun auf den Namen der Gemeinde Kissing patentieren lassen. Auch der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler hat eine Tasse aus Kissing. So kennt man das Logo mit dem Kussmund von Broschüren, Tassen und Kugelschreibern.

Plus Bürgermeister Manfred Wolf hat das markante Logo mit den roten Lippen patentieren lassen. Die Tasse mit der Sympathiebotschaft hielt sogar ein Bundespräsident schon in Händen.

Der Kussmund als Kissinger Logo ist jetzt offiziell zum Patent angemeldet. Und keiner darf ihn mehr kopieren. Dabei hat dieses unverwechselbare Markenzeichen die Gemeinde keinen Cent gekostet. Erfunden hat es vor 22 Jahren nämlich Bürgermeister Manfred Wolfhöchstpersönlich. Seitdem ist der rote Kussmund schnell zum inoffiziellen Erkennungszeichen des Ortes avanciert. Schon vor seiner Wahl zum Bürgermeister 1996 hatte sich Wolf überlegt, einen Kussmund einzuführen: „Denn ich liebe Kissing und genau das kommt durch dieses Symbol perfekt zum Ausdruck!“

Zuerst war es nur ein Aufkleber mit dem Schriftzug „Ich liebe Kissing“, den Wolf zuhause mit dem Computer-Programm Corel Draw anfertigte. „Dann hatte ich mal Besuch von Studenten aus München, die haben das Logo verfeinert“, erzählt das Gemeindeoberhaupt. Für Entwürfe, Flyer und Broschüren hat Wolf nie eine Agentur gebraucht. „Das gestalte ich immer selbst und darauf bin ich stolz“, betont der Hobbyfotograf, der auch nie ohne Fotokamera zu Terminen geht: „Fast alle Bilder in den Flyern und über 5000 im Netz sind vor mir. Schön ist, dass ich mein Hobby auch für die Gemeinde nutzen kann.“

Englische Bedeutung von Kissing lässt an den Kussmund denken

Ursprung des Kussmundes ist die Assoziation mit dem englischen Verb „to kiss“, in der Form „kissing“ (küssend). Wolf wundert sich noch heute, dass niemand vor ihm auf diese Idee gekommen ist. Der rote Strich unter „Kissing“, der nach oben steigt, symbolisiert ihm zufolge die fortschrittliche Gemeinde und unterstreicht den frischen Schwung, der in ihr auf vielen Gebieten der öffentlichen Daseinsfürsorge und -vorsorge herrscht.

Modern, voll Elan, zukunftsweisend, ohne das Bewährte zu vernachlässigen, so sieht Wolf „sein“ Kissing. Vor etwa 22 Jahren gab es dann den ersten Aufkleber mit den roten Lippen. Später kamen Käppis, Tassen, Zuckerdosen, Handtücher für Sportlerehrungen beispielsweise und Kugelschreiber dazu. Ein bisschen stolz ist Wolf schon auf seine Kreation. Denn für einprägsame Gemeindelogos geben andere Kommunen sehr viel Geld aus.

Das Logo mit dem Kussmund ziert zahlreiche Geschenke

Inzwischen sind Kissing und der Kussmund fast eine Einheit. Das freundliche Logo mit der positiven Ausstrahlung dient als charakteristisches Erkennungszeichen für die unterschiedlichsten Aktivitäten der Gemeinde. Verwendet wird es hauptsächlich im Bereich Merchandising. Aber auch Vereine und Organisationen haben sich schon des Logos bedient. „Das Logo ist etwas ganz anderes als unser Wappen“, sagt Manfred Wolf. Während das Wappen auf offiziellen Schriftstücken, den Veranstaltungshinweisen und den öffentlichen gemeindlichen Darstellungen prangt, dient das Logo als Geschenk für Besucher oder als Symbol der „sehr netten Bevölkerung“, so Wolf.

Weit gereist ist die Tasse mit Aufdruck, Wolfs Lieblingsstück, auch schon. „Anlässlich des Jahresempfangs im Januar 2008 bei Bundespräsident Köhler für die Auszeichnung im Rahmen von ,Deutschland - Land der Ideen’ war auch die Gemeinde Kissing eingeladen. Ich habe mir so sehr ein Bild mit dem Bundespräsidenten und der Kissing-Tasse gewünscht“, erzählt das Gemeindeoberhaupt. Als Köhler dann in seiner Nähe stand, ging Wolf flugs nach vorne und bekam sein Foto. Und so hat Bundespräsident Horst Köhler eine Tasse aus Kissing. Außerdem hat die Kissing-Tasse schon einen Ausflug auf die Weltmeere hinter sich. „Meine Familie und ich waren einmal auf Kreuzfahrt mit der Aida“, erzählt Manfred Wolf. Da die Aida ja auch einen Mund als Logo führt, ging er mit der Tasse zum Kapitän auf die Brücke, ganz nach dem Motto: „Kussmund trifft Kussmund“. 1996 wurde Wolf von den Kissingern erstmals zum Bürgermeister gewählt und seitdem noch drei Mal im Amt bestätigt. Dieses Vertrauen will Wolf, der bei den nächsten Wahlen erklärtermaßen nicht mehr antritt, nun mit einem Geschenk seinerseits beantworten. Deswegen hat er den Kussmund für Kissing nicht auf seinen Namen, sondern auf den der Gemeinde patentieren lassen. „Das ist mein Geschenk an Kissing“, sagt er.

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