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Pfarrfasching

28.02.2011

Der Mörder ist immer der Pfarrer

Der brennende Beichtstuhl kam höchstpersönlich vorbei und gab entscheidende Hinweise für die Fahndung.
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Der brennende Beichtstuhl kam höchstpersönlich vorbei und gab entscheidende Hinweise für die Fahndung.

Eduard Zimmermann treibt Ermittlungen am „Tatort Friedberg“ voran. Ein brennender Beichtstuhl gibt schließlich den entscheidenden Hinweis

Friedberg Wer von den Vorgeladenen ins Pfarrzentrum St. Jakob hineinwollte, musste erst seinen Fingerabdruck hinterlassen. Dann verfolgten die vielen seltsam Vermummten beim Friedberger Pfarrfasching eine Ermittlung bis nach Mitternacht.

Das „Faschingskomitee der Katholischen Kirche“ (FKKK) hatte schon vorab Tatverdächtige zur Fahndung ausgeschrieben. Haftbefehl wurde gegen sie erlassen „wegen des Verdachts auf Mitgliedschaft in einer katholischen Vereinigung, Verstößen gegen das Versammlungsgesetz und der Verwechslung von Fasching und Karneval“. Doch gleich nach dem Einmarsch des FKKK galt es, ein wirkliches Kapitalverbrechen aufzuklären. Auf der Bühne lag die Leiche von Notburga H. (Eva Frank), die fortan als „Seele des Mordopfers“ durch den Abend geisterte.

„Der Mörder ist unter uns“, war sich Stadtpfarrer Pater Markus Hau sicher. Um die Ermittlungen voranzutreiben, schlüpfte er in die Rolle von Fernsehermittler Eduard Zimmermann, unterstützt von Tochter Sabine (Andrea Schmid). Die Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ rekonstruierte die letzten Stunden des Mordopfers.

Der Mörder ist immer der Pfarrer

Verbissen in Notburga H. war auch das mutmaßliche Gebiss des Mörders gefunden worden. Doch obwohl die vielen Ermittler daran schnuppern sollten, ergab der Mundgeruch keinerlei Hinweis auf den Täter. Dabei standen jede Menge Sondereinsatzkommandos (SEK) bereit, aber auch weitere subversive Elemente. So führten Frauen unter anderem auf, wie stilvoll man in Palermo oder in der Jakobs-Spelunke tanzt, singt und mordet. Männer wurden von Mordgelüsten übermannt unter dem Motto „Schatz halt’s Maul. Du kannst doch nicht immer reden.“

Weil all dies doch nicht zum Täter führte, obduzierten Ede und Sabine Zimmermann die Leiche. Immerhin – es wurde geklärt, was Notburga H. zuletzt zu sich genommen hatte. Wirklich zum Täter führten dann aber die Ermittlungen der diversen SEKs. Sie verdächtigten unter anderem die geheime Bruderschaft der „Jakubinati“, aber auch den Glücksdrogen-Kurier Markus H.

Die Schlinge zog sich enger um den Pfarrer. Den entscheidenden Täterhinweis gab der brennende Beichtstuhl. Bevor es zu heiß wurde und ihm der Rauch die Sinne vernebelte, hatte er Pater Markus Hau als Übeltäter ertappt. So musste Markus H. – mit dem besonderes Merkmal Karnevalsjeck – zum unblutigen Ende unter die Guillotine.

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Viele Bilder vom Pfarrfasching unter friedberger-allgemeine.de/bilder

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