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Friedberg

21.01.2020

Der Straßenrand am Bressuire-Ring soll wieder blühen

Per Hand haben die Mitglieder des Landesbundes für Vogelschutz die aufkommenden Gehölze am Bressuire-Ring entfernt, um den Eingriff auf die umliegende, artenreiche Vegetation möglichst gering zu halten.
Foto: Markus Lerch

Der Landesbund für Vogelschutz erarbeitet ein Pflegekonzept für den Bressuire-Ring in Friedberg. Die Mitglieder legen dabei auch selbst Hand an.

Entlang des Bressuire-Rings in Friedberg gibt es eine artenreiche Pflanzenwelt. Um sie dauerhaft zu erhalten, waren die ehrenamtlichen Helfer des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) Aichach-Friedberg aktiv. Sie haben nicht nur einen Pflegeplan erarbeitet, sondern auch selbst Hand angelegt.

Der Landesbund kartierte im vergangenen Jahr die Flora entlang des Bressuire-Rings. Dabei wurde auf einer nach Süden ausgerichteten Straßenböschung ein sehr artenreicher Bestand erfasst. Möglich macht dies ein besonders nährstoffarmer, sandiger Abschnitt. „Diese Magerstandorte sind inzwischen selten geworden“, so der LBV-Kreisvorsitzende Stefan Höpfel.

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Im Rahmen der Kartierung konnten auf der südexponierten Fläche unter anderem die Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa), Raue Nelke (Dianthus armeria), Karthäuser-Nelke (Dianthus carhusianorum), Gewöhnliches Sonnenröschen (Helianthemum nummularium) gefunden werden – nicht zu vergessen der Frühblühende Thymian (Thymus polegioides), der ganze Teppiche ausbildet. Dabei handelt es sich zum Teil um Rote-Liste-Arten in Bayern.

Als Ergebnis der Kartierung stellte der Stadtverwaltung seine Empfehlung für ein geeignetes, naturverträgliches Mahdkonzepts vor. Auch wurde die Notwendigkeit einer Pflegemaßnahme auf dem Kernstück der Fläche betont, um die Artenvielfalt zu erhalten. „Um diesen artenreichen Lebensraum dauerhaft zu erhalten ist es notwendig aufkommende Gehölze zu entfernen, da die vorhandenen relativ konkurrenzschwachen Pflanzenarten weder Verschattung noch Aufwuchs anderer Arten tolerieren würden“, erläuterte LBV-Vorsitzender Höpfel.

Weitere Einsätze rund um Friedberg sollen folgen

Im Rahmen eines Pflegeeinsatzes entfernten die Mitglieder per Hand die aufkommenden Gehölze; eine maschinelle Bearbeitung ist ausgeschlossen, um den Eingriff auf die umliegende, artenreiche Vegetation möglichst gering zu halten. Die Stadt Friedberg unterstützte den LBV mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf der angrenzenden Straße.

„Mit unserem Einsatz konnten wir einem Verdrängen der vorhandenen Arten entgegenwirken. In Zukunft werden wohl weitere Pflegeeinsätze erfolgen, um den Artenreichtum dauerhaft zu sichern“, verspricht Stefan Höpfel. (FA)

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