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Freie Wähler

16.06.2009

Der Tanz auf zwei Hochzeiten ist ist für Gabriele Pauli vorbei

Gabriele Pauli ist raus - und bei den Freien Wählern im Landkreis Aichach-Friedberg hält sich das Bedauern in Grenzen. "Man kann nicht auf zwei Hochzeiten tanzen", findet die Kreisvorsitzende Claudia Beckerbauer. Pauli hätte weniger ihre eigene Person, sondern mehr die Politik für die Menschen in den Vordergrund stellen sollen. Zuletzt habe sie den Freien Wählern eher geschadet als genutzt, so die Kissingerin: "Die Wähler wollen klare und ehrliche Verhältnisse." Deshalb befürworte sie den Ausschluss. Von Claudia Bammer

Aichach-Friedberg Gabriele Pauli ist raus - und bei den Freien Wählern im Landkreis Aichach-Friedberg hält sich das Bedauern in Grenzen. "Man kann nicht auf zwei Hochzeiten tanzen", findet die Kreisvorsitzende Claudia Beckerbauer. Pauli hätte weniger ihre eigene Person, sondern mehr die Politik für die Menschen in den Vordergrund stellen sollen. Zuletzt habe sie den Freien Wählern eher geschadet als genutzt, so die Kissingerin: "Die Wähler wollen klare und ehrliche Verhältnisse." Deshalb befürworte sie den Ausschluss.

Auch ihr Stellvertreter im Kreisverband, der Pöttmeser Helmut Schenke, findet den Ausschluss Paulis richtig: "Wir brauchen Ordnung und nicht ständig Unruhe." Persönlich sei er aber schon "ein bisschen traurig". Er habe Pauli als intelligente, fachkundige Politikerin kennengelernt, die sehr gut bei den Menschen angekommen sei, auch wenn er mit mancher ihrer Ideen, zum Beispiel der Ehe auf Zeit, schon seine Probleme gehabt habe.

Von "politischem Selbstmord" spricht Aichachs 2. Bürgermeisterin Dr. Renate Magoley. Obwohl auch für sie der Ausschluss von Pauli eine logische Folge ist, bedauert sie die Entwicklung: "Sie hätte bei uns gute Chancen gehabt." Und auch die Freien Wähler hätten von der erfahrenen Politikerin profitieren können. Aber: "Es wäre gut gewesen, wenn sie mit vollem Herzen dabei gewesen wäre." Solche aktive Frauen würden überall gebraucht.

Der Tanz auf zwei Hochzeiten ist ist für Gabriele Pauli vorbei

"Ich weiß nicht, ob sie ein Gewinn für die Freien Wähler war", sagt Johannes Hatzold der Fraktionsvorsitzende im Friedberger Stadtrat. Pauli habe zuletzt sehr komische Sachen gemacht, die könne man sich nicht erlauben. Hatzold hält es für wichtiger, dass sich die Freien Wähler kommunalpolitisch gut aufstellen und sich in der Landespolitik profilieren. Für die Europa- und Bundespolitik fehlen aus seiner Sicht die nötigen Strukturen.

Wie soll sich da Vertrauen entwickeln?

Eigentlich fühlt er sich als Freier Wähler eher für die Kommunalpolitik zuständig, Bürgermeister Martin Walch aus Merching. Doch den Ausschluss Gabriele Paulis aus der Landtagsfraktion findet er dennoch gar nicht gut. "Mir hat das schon nicht gefallen, wie das mit ihr bei der CSU gelaufen ist", so Walch. "Wie sollen denn da junge Leute Vertrauen in die Politik und die Politiker entwickeln?".

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