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Landmaschinen-Ausstellung

09.09.2009

Der Traum vom eigenen Museum

Eurasburg Andere sammeln Briefmarken oder Münzen, Georg Koller findet alte Traktoren, historische Pflüge und Unkrautspritzen viel spannender. Am 20. September eröffnet der Landwirt aus Hergertswiesen auf seinem Hof ein landtechnisches Museum. Von Kathrin Feulner

Eurasburg Andere sammeln Briefmarken oder Münzen, Georg Koller findet alte Traktoren, historische Pflüge und Unkrautspritzen viel spannender. Am 20. September eröffnet der Landwirt aus Hergertswiesen auf seinem Hof ein landtechnisches Museum. "Damit will ich zeigen, wie das Leben auf dem Bauernhof in den vergangenen 150 Jahren war", erklärt er.

Das Interesse an alten Maschinen begleitet Koller schon lange. 1977 wurde der Lanz-Traktor verschrottet, auf dem er als Junge das Fahren gelernt hatte. Dass dieses Erinnerungsstück nicht aufbewahrt wurde, bereut er noch heute. "Mein Opa hat mir immer von der Arbeit früher erzählt, das hat mich fasziniert", erzählt er. So kam der Landwirt zu seinem nicht ganz billigen Hobby.

Stück für Stück kaufte er den Fuhrpark zusammen, der heute sein ganzer Stolz ist. In seinem Museum können Besucher nun die Modernisierungsstufen in der Landwirtschaft von der Sense bis zum Mähdrescher nachvollziehen. Ein Futterschneidstuhl von 1855 ist das älteste Stück in der Sammlung.

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Beeindruckend ist auch der riesige Kettenschlepper, der optisch stark an einen Panzer erinnert. Er sei zur Moorkultivierung oder Waldrodung eingesetzt worden, erklärt der "Museumsleiter". Für Kenner besonders interessant sei der "Titan": Davon gebe es im ganzen süddeutschen Raum keine fünf mehr. "Besonders schön finde ich es, wenn ich die Geschichte hinter den Maschinen kenne. Wem sie gehört haben, wo sie eingesetzt wurden", so Koller. Dadurch erhielten die Stücke eine andere Bedeutung für ihn. Vorbildhaft findet er die Nachhaltigkeit, mit der früher gearbeitet wurde - was kaputt war, wurde nicht weggeworfen, sondern geflickt.

Doch nicht nur Landmaschinen finden sich in Kollers Ausstellung. Auch eine handbetriebene Waschmaschine, Tierarztausrüstung aus den 40er- und 50er-Jahren oder eine Schuhmacherwerkstatt aus dem 18. Jahrhundert hat er aufgestöbert. "Die Frauen sollen ja auch was zum Schauen haben." Und für die Männer hat er eine "Spielecke", wie er es nennt, eingerichtet: "Da bewegt sich dann wirklich was." Am Sonntag, 20. September, wird das Museum nun offiziell eröffnet. Im Landhausbräu Koller in Hergertswiesen findet ab 10 Uhr ein Weißwurstfrühschoppen mit Blasmusik statt. Anschließend können alle Interessierten einen ersten Blick auf Kollers Sammlung werfen.

Öffnungszeiten Die Ausstellung im Hof von Familie Koller (Hergertswiesen 5) ist samstags ab 13 Uhr geöffnet. Gruppen ab vier Personen können sich jedoch auch für einen anderen Tag anmelden. Der Eintritt kostet vier Euro, ein Euro davon in Form eines Getränkegutscheins.

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