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Kissing

12.04.2018

Der Wildwuchs soll Spielgeräten weichen

Noch herrscht hier Wildwuchs: Die Außenlagen des Gebäudes der Johanni-Piraten und der Kindervilla in Kissing werden neu gestaltet.
Bild: Philipp Schröders

Der Kissinger Bauausschuss stimmt den Plänen für die Gestaltung der Außenanlagen bei der Kindervilla und dem Gebäude der Johanni-Piraten zu.

Die neuen Gebäude für die Kinderbetreuung beim Kissinger Schulzentrum sind schon länger fertig, doch auf den Plätzen rundherum herrscht noch Wildwuchs. Das ändert sich nun. Der Kissinger Bauausschuss hat den Plänen für die Gestaltung der Außenanlagen rund um die Kindervilla und das Gebäude der Johanni-Piraten zugestimmt. Allerdings müssen noch ein paar Details geklärt werden. Zudem wird die Umsetzung teurer als ursprünglich geplant.

In der vergangenen Sitzung stellte Landschaftsarchitektin Julia Zimmer die aktuelle Planung noch einmal vor. Bei der Kinderkrippe und -garten Johanni-Piraten wird westlich zum Sportplatz hin ein großer Bereich mit Sandkasten, verschiedenen Spielgeräten und Matschplatz eingerichtet. Teilweise waren die Elemente bereits vor dem Anbau des Leuchtturms an dieser Stelle. Die ursprüngliche Krippe ist 2016 mit dem Gebäude für mehrere Kindergarten-Gruppen erweitert worden. Nun soll der Bereich zwischen Krippe und Sportplatz wieder ansprechend gestaltet werden.

Allerdings stieß die Architektin dabei auf ein Problem. Zwischen den beiden Geländen herrschen Höhenunterschiede. Terrasse und Spielbereich sollten laut der Architekten daher mit Betonsteinen eingefasst werden. Zimmer sprach von Höhenunterschieden zwischen 20 und 40 Zentimetern. Franz-Xaver Sedlmeyr von der CSU fragte: „Besteht dadurch keine Unfallgefahr für die Kinder?“ Zimmer sah dieses Problem zwar nicht, aber letztlich entschied der Bauausschuss, den kompletten Bereich bis zum Zaun des Sportplatzes auf eine Höhe bringen zu lassen.

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Das Gebäude der Johanni-Piraten wird zudem mit einem Traufstreifen umgeben. Ursprünglich war dafür Kies vorgesehen. Das war jedoch in einer vergangenen Sitzung abgelehnt worden. Es herrschte die Sorge, dass Kinder Kies in den Mund nehmen. Eine Fassadenrinne stellte sich laut der Architektin als zu kostspielig heraus. Nun soll ein Gitterrost als Traufstreifen dienen.

Für die Ausführung der Neugestaltung hat die Firma Milzarek aus Kissing das kostengünstige Angebot vorgelegt. Es liegt bei rund 106000 Euro. Die ursprüngliche Kostenschätzung war eigentlich mit etwa 73000 Euro angesetzt.

Die Differenz ergibt sich laut Bürgermeister Manfred Wolf aus der Überwindung der Höhenunterschiede und den gestiegenen Bau- und Deponiekosten. Die Entsorgung von ausgehobenen Material werde für die Kommunen immer teurer, beschwerte sich Wolf. „Da hat der Gesetzgeber über das Ziel hinausgeschossen.“

Östlich der Kindervilla wird ebenfalls ein großer Außenbereich eingerichtet. Hier sehen die Pläne eine Nestschaukel im Zentrum vor. Vor allem sollen die Kinder aus dem Hort und der Ganztagsbetreuung aber große Bewegungsflächen vorfinden. Südlich des Gebäudes wird eine Terrasse verlegt. Architektin Zimmer erklärte, dass dafür ursprünglich Kunstholz-Platten vorgesehen waren. Mit 165 Euro pro Quadratmeter seien die aber sehr teuer. Für die Hälfte des Preises seien bereits hochwertige Alternativen zu haben. Der Ausschuss beauftragte Zimmer, in der nächsten Gemeinderatssitzung Alternativen vorzuschlagen. Zudem soll an der Westseite des Gebäudes ein neuer Weg gelegt werden, der zum Sportplatz führt. Für die Gestaltung des Außenbereichs der Kindervilla gab auch die Firma Milzarek das annehmbarste Angebot ab – ca. 139000 Euro. Das liegt ebenfalls über dem geschätzten Rahmen von rund 100000 Euro. Hier seien Zusatzwünsche und die Deponiegebühren die Ursache.

Eigentlich muss der Gemeinderat den Empfehlungsbeschluss des Bauausschusses noch absegnen. Bauamtsleiter Alfred Schatz wies aber darauf hin, dass die Firma bereits kurzfristig mit Vorarbeiten beginnen wolle. Da die Pläne grundsätzlich stehen, sahen die Mitglieder des Gremiums kein Problem darin.

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