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Mering

02.12.2020

Der Winterzauber am Meringer Badanger fällt aus

Gibt es nächstes Jahr in Mering einen Christkindlmarkt am Marktplatz und einen Winterzauber am Badanger? Darüber muss noch diskutiert werden.
Bild: Heike Scherer (Archiv)

Plus Jetzt steht es fest: Dieses Jahr wird es auch in Mering keinen Weihnachtsmarkt geben. Warum Acky Resch seine Idee von einem Winterzauber am Badanger nicht umsetzen kann.

Bis zum letzten Moment hatte sich Acky Resch die Entscheidung offen gelassen, ob der Winterzauber am Meringer Badanger nicht doch noch stattfinden könne. Dabei hatte er auch die Unterstützung der Marktgemeinde Mering. "Wir haben bewusst darauf verzichtet, die Alternative zum Meringer Weihnachtsmarkt nicht zu genehmigen", erklärt Bürgermeister Florian Mayer.

Er wollte damit ein Signal setzen, dass Mering sich traut, ungewöhnliche Wege zu gehen. "Doch leider ist nun auch eine Freiluftveranstaltung auf dem weitläufigen Gelände am Badanger aufgrund der momentanen Situation während des Lockdowns nicht möglich", bedauert Mayer.

Acky Resch wollte gemeinsam mit den Gewerbetreibenden von Mering Aktuell eine Alternative zum Weihnachtsmarkt am Rathausplatz anbieten. Doch aufgrund der Corona-Pandemie war diese Veranstaltung nicht realisierbar.

Er ist der Vorsitzende von Mering Aktuell: Acky Resch. Er hofft, dass es nächstes Jahr einen Winterzauber für Mering geben wird.
Bild: Heike Scherer (Archiv)

Weil keine Jahreshauptversammlung der Gewerbetreibenden stattfinden konnte, einigten sie sich darauf, dass Acky Resch mit seinem Veranstaltungsservice dieses Jahr als Veranstalter auftritt und die Unterstützung von Mering Aktuell und dem Bauhof der Marktgemeinde erhält. Mit einem ausgeklügelten Hygienekonzept, Einlassbeschränkungen sowie genügend Abstand zwischen den einzelnen Buden hatte Resch gehofft, auch unter Pandemie-Bedingungen die Weihnachtsinsel am Badanger realisieren zu können. Auch dann noch, als andere Kommunen wie Friedberg und Augsburg bereits ihre Märkte abgesagt hatten.

Einige Händler hatten für die Weihnachtsinsel am Badanger in Mering bereits zugesagt

"Ich war mir sicher, mein Konzept geht auf", sagt Resch. Einige Händler hatten ihm bereits fest zugesagt und auch schon die Reservierungskosten für die Buden bezahlt. "Natürlich erhält jeder dieses Geld wieder zurück", verspricht Resch.

Seine Idee mit der Weihnachtsinsel stößt aber nicht bei allen Meringer Gewerbetreibenden auf offene Ohren. Einige fürchten eine Verlagerung vom Ortszentrum hin zum Badanger. "Wir holen die Leute mit solchen Aktionen nicht in den Ort rein, sondern eher weg", sagt ein Kritiker gegenüber unserer Redaktion. So wunderte es Resch auch nicht, dass bis auf einen Händler aus Mering sich sonst nur noch zwei Gastronomiebetriebe für einen Stand am Badanger beworben hatten.

Von seiner Idee ist Resch aber so überzeugt, dass er die Weihnachtsinsel nun im nächsten Jahr veranstalten will. Wenn dann die Corona-Pandemie es zulässt, auch mit einem etwas anderen Konzept. "Es soll vielmehr auch die Kultur im Vordergrund stehen", sagt Resch. Neben einem Programm für Kinder sollen Künstler dort am Badanger auftreten.

In Mering könnte ein "Mini-Winter-Tollwood" entstehen

"In Mering könnte ein Mini-Winter-Tollwood, so wie es das in München schon seit Jahren gibt, werden", träumt Resch. Er könnte sich auch vorstellen, dass dieser Winterzauber parallel zum Weihnachtsmarkt am Marktplatz stattfinden könnte. "Da es zwei ganz unterschiedliche Konzepte sind, wäre das auch keine direkte Konkurrenz, sondern eine gegenseitige Bereicherung", glaubt er.

Der Weihnachtsmarkt auf dem Meringer Marktplatz.
Bild: Heike Scherer (Archiv)

Doch bei Mering Aktuell ist darüber noch keine Entscheidung gefallen. Noch ist Resch Vorsitzender der Meringer Gewerbetreibenden. Dieses Jahr konnte die Jahreshauptversammlung nicht stattfinden, und großes Interesse daran bestand nicht. "Wir hatten nur zwei Anmeldungen zur geplanten Versammlung, und dabei sind wir 80 Mitglieder", bedauert Resch. Dabei setzt er auf eine demokratische Entscheidung und ein Miteinander.

Auch Bürgermeister Florian Mayer plädiert für eine gemeinsame Aktion. "Über zwei parallele Veranstaltungen haben wir uns im Marktgemeinderat noch gar keine Gedanken gemacht", sagt er. Zudem sei mit Acky Resch zunächst nur über den Alternativstandort am Badanger gesprochen worden, aufgrund der derzeitigen Pandemie-Lage. "Die Vereinbarung galt für dieses Jahr, weil heuer eine ganz besondere Herausforderung für alle Gewerbetreibenden darstellt", begründet Mayer. Ob 2021 eine Weihnachtsinsel am Badanger in Mering möglich sein wird, sei eine Entscheidung, die im Marktgemeinderat getroffen werden müsse.

Lesen Sie dazu den Kommentar: Eisiges Verhältnis in Mering

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