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Tennis

09.07.2018

Der Zverev-Bezwinger siegte einst in Friedberg

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Ernests Gulbis sorgt als Zverev-Bezwinger für Aufsehen.
Bild: Ben Curtis, dpa

Ernests Gulbis gewann im Jahr 2005 das ITF-Turnier in der Herzogstadt – und zwar als Schützling einer Tennislegende.

Das dürfte eine der größeren Überraschungen der diesjährigen All England Championships in Wimbledon gewesen sein: Ernests Gulbis, ein noch 29 Jahre alter Lette, wirft den Deutschen Alexander Zverev in der dritten Runde des Grand-Slam-Turniers mit 7:6, 4:6, 5:7, 6:3 und 6:0 aus dem Rennen. Der Qualifikant Gulbis kegelt also den an vier gesetzten Zverev raus.

Tennisfreunden aus Friedberg dürfte der Name noch etwas sagen

Tennisfreunden in Friedberg und Umgebung könnte der Name Ernests Gulbis noch etwas sagen, vorausgesetzt, sie haben ein gutes Gedächtnis. Denn Gulbis war vor knapp 13 Jahren als Teenager auf der Anlage des TC Friedberg zu sehen, und zwar beim mit 10000 Dollar dotierten ITF-Turnier im Jahr 2005. Und der junge Mann spielte sich in die Herzen der Zuschauer und gewann damals das Turnier.

2005 war er als 17-Jähriger nach Friedberg gekommen, knapp ein Jahr nachdem er 2004 seine Karriere als Profi eingeschlagen hatte. Und in der altbayerischen Herzogstadt wurde der Teenager damals von einer Tennislegende betreut und gecoacht – nämlich vom einstigen jugoslawischen Daviscup-Spieler Niki Pilic. Der in Split geborene Kroate war später auch der Teamchef der deutschen Daviscup-Mannschaft mit Boris Becker und er holte mit Deutschland dreimal den Titel. Im September 2005 konnte man Pilic auch auf der Anlage des TC Friedberg erleben, als lockeren Gesprächspartner, der gerne auch Foto- und Autogrammwünsche erfüllte.

Gulbis machte seinen Weg als Profi

Und Pilic führte den 17-jährigen Ernests Gulbis durch drei Qualifikationsrunden bis ins Endspiel am 18. September, das der Lette schließlich mit 6:4 und 6:0 gegen den Deutschen Marcel Zimmermann für sich entscheiden konnte. Gulbis machte seinen Weg als Profi, stand 2014 sogar auf Platz zehn der Weltrangliste und spielte in seiner Karriere bislang mehr als sechs Millionen US-Dollar ein.

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