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Adelzhausen

21.01.2011

Der erste Hund kostet jetzt 50 Euro

Die Gemeinde Adelzhausen wird künftig Hundebesitzer kräftiger zur Kasse bitten. Einstimmig beschloss der Gemeinderat bei seiner Sitzung am Mittwochabend eine Erhöhung der Hundesteuer. Für den ersten Hund wird in Zukunft eine Abgabe von 50 Euro pro Jahr fällig, jeder weitere kostet 100 Euro. Bisher wurden für jeden Vierbeiner 41 Euro verlangt. Von Jürgen Dumbs

Adelzhausen Die Gemeinde Adelzhausen wird künftig Hundebesitzer kräftiger zur Kasse bitten. Einstimmig beschloss der Gemeinderat bei seiner Sitzung am Mittwochabend eine Erhöhung der Hundesteuer. Für den ersten Hund wird in Zukunft eine Abgabe von 50 Euro pro Jahr fällig, jeder weitere kostet 100 Euro. Bisher wurden für jeden Vierbeiner 41 Euro verlangt.

"Kaum war der Schnee weg, schon waren bei mir wieder etliche Leute da und haben sich über Hundekot beschwert, der drunter rauskam", stieß Bürgermeister Lorenz Braun die Debatte zum Thema Hunde an. Doch nicht nur innerhalb von Ortschaften, sondern auch in umliegenden Wiesen verrichten viele Hunde ihr Geschäft, was natürlich vor allem Landwirte auf die Palme treibt. "Und wenn man mal einen drauf anspricht, dann heißt es nur: Mein Hund macht so was nicht", berichtete Josef Hartmann, zuständiger Jäger für den Bereich Adelzhausen, aus Erfahrung.

Seit Jahren sieht sich die Gemeinde der Problematik ausgesetzt, dass viele Hundebesitzer rücksichtslos handeln und den Kot nicht entfernen. Braun ist sich sicher, dass zwar die Mehrheit der Besitzer darauf achtet, "doch es gibt leider auch viele andere." So wurde zum Beispiel vor Kurzem entdeckt, dass ein Hundebesitzer den Kot seines Tieres zwar in ein Plastiktütchen verpackt, dieses jedoch dann in die Ecknach geworfen hatte. Das Echo aus dem Gemeinderat erklang nicht nur deshalb unisono: "Wir müssen Hundebesitzer mehr in die Verantwortung nehmen." Darum war eine Erhöhung der Hundesteuer ein erster Schritt. "Wir haben die Hundesteuer das letzte Mal im Jahr 2002 erhöht und im Vergleich zu anderen Gemeinden haben wir bisher relativ wenig verlangt", so Braun. Dies soll den Hundebesitzern in Kürze schriftlich mitgeteilt werden. "Und wenn keine Besserung eintritt, behält sich die Gemeinde vor, eine Firma mit der Überwachung des Hundeproblems zu beauftragen", so Braun weiter. Dann würden Vergehen gegen die Anleinpflicht oder das Verschmutzen von öffentlichem Grund von Mitarbeitern der Firma gemeldet werden und zu einem Bußgeld bis zu 500 Euro führen.

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