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Eurasburg/Friedberg

01.07.2010

Der schöne Hohlweg bei Rohrbach bleibt unangetastet

Saniert werden muss die Kreisstraße von Eurasburg nach Rohrbach, hier der stark bewachsene Hohlweg kurz vor Rohrbach. Radler aber sollen, um den Hohlweg nicht anzugreifen, dann nicht hier entlang geführt werden, sondern im Eisenbachtal rollen. Foto: Anton Schlickenrieder
Bild: Anton Schlickenrieder

Eine Lücke im Radwegenetz will der Landkreis Aichach-Friedberg schließen im Zuge der Sanierung der Kreisstraße AIC 11. Diese zweigt kurz vor Eurasburg von der Staatsstraße ab Richtung Rohrbach und Bachern. Die Fahrbahn muss verbessert, ein begleitender Radweg kann parallel dazu errichtet werden. Von Anton Schlickenrieder

Eurasburg/ Friedberg Eine Lücke im Radwegenetz will der Landkreis Aichach-Friedberg schließen im Zuge der Sanierung der Kreisstraße AIC 11. Diese zweigt kurz vor Eurasburg von der Staatsstraße ab Richtung Rohrbach und Bachern. Die Fahrbahn muss verbessert, ein begleitender Radweg kann parallel dazu errichtet werden.

Es gäbe aber auch eine kostengünstigere und die Natur schonende Variante II, den Radweg auf einem Stück abseits der Straße auf etwas mehr Länge durch das Eisenbachtal zu führen. Würde der Landkreis diese Trasse wählen, ist es im Moment noch offen, ob dann überhaupt Zuschüsse für den Radwegebau fließen würden.

Eine Problemstelle aber ist der Hohlweg kurz vor Rohrbach, dort stehen alte, erhaltenswürdige Bäume. Um hier den Radweg unterzubringen, müsste das Gelände mithilfe von Gabionen abgestützt werden, das sind Gitterkörbe voller Steine. Auch müsste die Straße um drei Meter westwärts verlegt werden. Das treibt die Kosten laut Planer Michael Mlaker natürlich in die Höhe. Laut Baugrunduntersuchung ist zwar ein tragfähiger, jedoch teilweise zu gering dimensionierter frostsicherer Unterbau vorhanden, die Fahrbahn selbst müsste von zehn auf 18 Zentimeter verstärkt, aber nicht verbreitert werden.

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600 Meter vor dem Ortseingang Rohrbach mündet ein Feldweg, der der Stadt Friedberg gehört. Deren Vertreter im Kreisbauausschuss, Roland Fuchs (SPD) und Manfred Losinger ( CSU), versprachen, sich in den städtischen Gremien dafür einzusetzen, dass dieses Geld in den Haushalt eingestellt wird. "Ich lehne mich da jetzt weit aus dem Fenster, aber 80 Prozent aller Argumente sprechen für diese Feldweg-Variante", sagte Fuchs.

Genau hier hakt es aber. Denn es ist eigentlich nicht die Aufgabe der Regierung von Schwaben, rein touristische (also die Straße nicht begleitende) Radweg finanziell zu unterstützen. Es geht aber um das Teilstück bis zur Abzweigung, das der Landkreis auf jeden Fall errichtet und gerne auch gefördert hätte. Und da knüpft die Regierung Bedingungen daran. Eine davon könnte noch größere Probleme bereiten: Die Polizei ist gar nicht begeistert von Variante II. Der Radweg verläuft zwar östlich der Straße - wer aber nicht auf ihm weiter nach Rohrbach fahren will, müsste in einem unübersichtlichen Kurvenbereich die Kreisstraße queren.

Ganz generell war man sich im Ausschuss einig, Variante II zu bevorzugen. "Wir müssten halt die Radler zwingen, den Radweg zu nehmen", schlug Doris Gerlach (Grüne) vor. Leonhard Büchler (CSU) war der Meinung, der Feldweg müsse schon allein deshalb befestigt werden, um auch für Rennradler attraktiver zu sein. Eine offensive Ausschilderung des Radwegs mit Orts- und Entfernungsangaben schlug Carmen Wanner-Sturm, Abteilungsleiterin im Landratsamt, vor. Nötig sei auch eine Vereinbarung mit der Stadt Friedberg über dauerhaften Bestand und Unterhalt des Radwegs.

Viel Überzeugungsarbeit

Auch die Grundstücksfragen bedürfen noch der Klärung. Büchler hatte hier berichtet, dass der Eurasburger Bürgermeister Erwin Osterhuber wohl noch viel Überzeugungsarbeit wird leisten müssen. Am Grundstückserwerb hängt aber der Baubeginn, der im Moment für 2011 geplant ist.

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