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Politik

28.04.2016

Derching will nicht noch eine Autobahn

Der Ausbau der AIC25 zur Osttangente wird im Stadtteil kritisch gesehen

Bei einer Informationsveranstaltung der CSU Derching sprach sich eine Mehrheit der Anwesenden gegen einen autobahnähnlichen Ausbau der Kreisstraße AIC25 aus. Sie fürchten dadurch eine Verlagerung des Verkehrs von der Bundesstraße 17 auf die Augsburger Osttangente. Dem ohnehin schon stark frequentierten Abschnitt um Derching würden durch diese Maßnahmen noch mehr Autos zugeführt. Verstärkt wird dieser Effekt und damit die Belastung natürlich durch das Derchinger Gewerbegebiet mit Anziehungspunkten, wie Tankstelle, Supermarkt-Discounter und Fast-Food-Restaurant. Bereits jetzt seien die Einmündungen von Derching in Richtung Lechhausen und vom Tierheim in Richtung Derching Unfallschwerpunkte.

Mit dem Thema Gewerbegebiet Derching eröffnete der stellvertretende Landrat Manfred Losinger seine Ausführungen. Er appellierte, an die bisherige Ansiedlungspolitik anzuknüpfen. Der Fokus solle dabei auf der Schaffung von Arbeitsplätzen und eines Mehrwerts für die ansässigen Bürger liegen. Auch die Dorfkernentwicklung steht deshalb weiterhin oben auf der Prioritätenliste. So muss der Dorfplatz rund um das Feuerwehrgebäude, das Gemeindehaus und die Gaststätte zur Post auch weiterhin für aktives Dorfleben, wie die Maibaumfeier, zur Verfügung stehen. Es ist deshalb wichtig, hierfür auch vonseiten der Stadt entsprechenden Raum vorzusehen und zu erhalten, so Losinger. Stadtrat Andreas Beutelrock knüpfte bezüglich der neu geplanten Ortsdurchfahrt an und schilderte die Situation aus seinem Ortsteil Haberskirch, wo Lastwagen teils gezwungen sind, auf die abgesenkten Bordsteine auszuweichen. Vor diesem Hintergrund ging die Empfehlung an die Derchinger, hier die Entwicklung der Planungen genau zu Verfolgen.

Beim Thema Bauland wurde viel Zeit verschenkt

Die allgemein große Nachfrage nach Wohnraum bewegte Stadtrat Peter Gürtler aus Stätzling, über Perspektiven in Derching und Stätzling zu referieren. Das Ziel müsse hier sein, Einheimischen den gewünschten Verbleib in ihrer Region zu ermöglichen. Nur indem man Wohnraum für junge Familien schaffe, könne es auch gelingen, öffentliche Einrichtungen, wie Schulen und Kindergärten zu halten. Kreisrat Thomas Winter wies darauf hin, dass der Handlungsdruck auf diesem Gebiet groß ist. Schließlich wurde bei der fehlenden Ausweisung von Wohngebieten in Derching seit den 80er Jahren schon viel Zeit verschenkt, so Winter.

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