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Osttangente

09.05.2015

Deswegen kämpfen die Menschen gegen die geplante Osttangente

Gegner der Osttangente demonstrieren vor dem Kissinger Rathaus und gründen ein Aktionsbündnis gegen das Großverkehrsprojekt. 
Bild: Gönül Frey

Eine neue Osttangente soll den Verkehr in der Region besser fließen lassen. Doch dagegen gibt es immer mehr Widerstand. Die Gegner befürchten negative Auswirkungen.

Gegen die geplante Ostumgehung formiert sich der Widerstand. Nach einer Demonstration vor dem Kissinger Rathaus, wo sich der Gemeinderat am Donnerstagabend mit dem Projekt befasste, schlossen sich die Straßenbaugegner aus den Landkreisen Augsburg, Aichach/ Friedberg und Landsberg/Lech zu einem förmlichen Bündnis zusammen. Ihm gehören die Aktionsgemeinschaft Lechleite, Bund Naturschutz, Bündnis 90/Die Grünen, Lechallianz, ÖDP, Unabhängige sowie Bürger aus Schmiechen und Unterbergen an.

Bei der Versammlung waren auch Vertreter der „Bürgerinitiative Keine Autobahn“ (BIKA) aus Königsbrunn anwesend, die erklärten eng mit dem Aktionsbündnis zusammenarbeiten zu wollen.

Gefahr für Naturschutzgebiete?

Wie berichtete, befürworten die bayerische Staatsregierung, das staatliche Bauamt Augsburg sowie die Bürgermeister von Mering, Kissing und Friedberg die sogenannte Osttangente. Sie soll eine Verbindung zwischen der B17 südlich von Königsbrunn und der A8 nördlich von Friedberg in Gestalt einer vierspurigen, autobahngleichen Bundesstraße herstellen.

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Die Umsetzung dieses Projektes würde nach Ansicht der Kritiker bedeuten, dass eine Autobahn durch wichtige Naturschutz-, Naherholungs- und Wasserschutzgebiete der Lechauen gebaut wird. Die sich daran anschließende Zunahme des Verkehrs sowie die von den Befürwortern propagierte Ansiedlung von Gewerbe und Industrie entlang der Trasse werde das Gesicht unserer Heimat nachhaltig verändern und zum Verlust von Natur und Lebensqualität führen, fürchten sie. Die Stadt- und Gemeinderäte von Oberottmarshausen, Königsbrunn, Mering und Schmiechen haben sich bereits gegen das Projekt ausgesprochen.

Bündnis kämpft gegen die Osttangente

Das Bündnis lehnt die Osttangente einstimmig ab. Hierzu sind zahlreiche Aktionen des Bündnisses sowie der an ihm beteiligten Organisationen geplant. Als erste Maßnahme wurde ein Organisationsteam gebildet, dass die weiteren Aktivitäten koordinieren und als Ansprechpartner für Presse und Öffentlichkeit dienen wird. Geplant ist, in naher Zukunft eine umfassende Informationsveranstaltung anzubieten, auf der Fachleute zu dem Projekt berichten werden. 

Bis eine zentrale Mailadresse und eine Homepage eingerichtet sind, können sich Interessierte an folgende Personen wenden: Petra Hofberger (BN-Geschäftsstelle), Kissing, Telefon 08233/6577,mail@bn-aic.de; Wolfhard von Thienen, Mering, Telefon 08233/31286, w@thienen.de.

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