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Nahverkehr

04.03.2011

Dichteres Busnetz lässt wohl auf sich warten

Eine Buslinie für ganz Friedberg – so funktioniert es jetzt. Eine Verbesserung böte das System auf der unteren Grafik, das zu Haupt- und Nebenverkehrszeiten (HVZ/NVZ) ein differenziertes Angebot schafft.
Bild: Grafik: Fittigauer

Politik muss über künftigen Fahrplan der AVV-Linie 200 entscheiden. Folgenreicher Umbau des Königsplatzes

Friedberg Mit einem Provisorium ist im vergangenen Jahr die Friedberger Stadtbuslinie gestartet. Inzwischen laufen die Überlegungen, wie es beim nächsten Fahrplanwechsel im Dezember 2011 weitergehen soll. Noch im April müssen sich die politischen Gremien entscheiden, ob es bei dem bisherigen Angebot bleibt, oder ob die Anbindung von Zentrum und Stadtteilen an die Endstation der Straßenbahnlinie 6 verbessert werden soll.

Als im Dezember die Straßenbahn ihren Betrieb aufnahm, da endete die Ära der alten VGA-Buslinie 36 zwischen Friedberg und Augsburg. Die Fahrgäste im öffentlichen Personennahverkehr müssen seither in Friedberg-West von der Trambahn in den Bus umsteigen. Dieser Umstand stößt in der Öffentlichkeit ebenso auf Kritik wie die Tatsache, dass die Tram nur zu den Hauptverkehrszeiten (werktags zwischen 5 und 8 Uhr sowie zwischen 15 und 21 Uhr) viermal pro Stunde Anschluss an den Bus hat, ansonsten zweimal. Nach 21 Uhr und am Wochenende fährt der Bus sogar nur einmal pro Stunde. Die Straßenbahn selbst hingegen verkehrt mehr oder minder im Fünf-Minuten-Takt.

Mit diesem Fahrplan reagierte der Augsburger Verkehrsverbund (AVV) auf die Tatsache, dass gleich bei zwei Ausschreibungen für einen dichteren Takt die Angebote über den finanziellen Vorstellungen lagen. Im Klartext: Eine bessere Anbindung kostet mehr Geld und das müssten der AVV, beziehungsweise der Landkreis Aichach-Friedberg und unter Umständen sogar die Stadt Friedberg bezahlen.

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So stehen derzeit drei Überlegungen im Raum:

Variante I Der Bus fährt auch nach dem Fahrplanwechsel im Dezember 2011 wie die derzeitige Linie 200. Der Kurs führt jeweils von Friedberg-West zum Bahnhof, nach Friedberg-Süd und anschließend nach Friedberg-Ost.

Variante II Zusätzlich zur Linie 200 gibt es die zwei neuen Linien 201 und 202. Beide fahren während der Hauptverkehrszeiten bis zum Bahnhof und von dort aus entweder nach Süd oder nach Ost. Nur außerhalb der Hauptverkehrszeiten fährt die Linie 200 noch den kompletten Kurs. Während der Hauptverkehrszeiten gibt es vier Fahrten pro Stunde, ansonsten zwei.

Variante III Das System entspricht der Variante II, bietet aber auch außerhalb der Hauptverkehrszeiten noch drei Fahrten pro Stunde.

Der Augsburger Verkehrsverbund empfiehlt nun, zunächst die Variante I fortzuführen. Denn wenn im April der Umbau des Augsburger Königsplatzes beginnt, dann ist es nach Einschätzung des AVV bereits jetzt absehbar, dass die Anbindung Friedbergs davon negativ beeinflusst wird. Insofern rät der AVV für den Stadtbus zu einer Variante mit möglichst großen Pufferzeiten, um während der Bauarbeiten am Kö – also bis Ende 2013 – möglichst flexibel auf Veränderungen im Betriebsablauf der Straßenbahn reagieren zu können.

Der AVV zählt die Fahrgäste

Diese Empfehlung will der AVV mit einer Fahrgastzählung untermauern, die noch im März anläuft. Denn die Entscheidung über das weitere Vorgehen muss bereits im April fallen. Um den Auftrag wie vorgeschrieben Anfang September vergeben zu können, muss bis Anfang Juni ausgeschrieben werden. Und die Zeit bis dahin braucht der AVV für die Vorbereitung der Ausschreibung.

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