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Umwelt

04.02.2019

Die Abgabe von Grüngut in Kissing wird teuer

Die Grüngutentsorgung wird in Kissing teurer.
Bild: Anton Schlickenrieder (Symbol)

Der Betreiber der Sammelstelle bemängelt, nicht mehr kostendeckend arbeiten zu können.

Die Abgabe für Privatanlieferungen von Grüngut an der Sammelstelle in Kissing wird teurer. Nach Angaben der Betreiberfirma Käßmeyer sind die derzeitigen Preise unwirtschaftlich und nicht mehr kostendeckend. Seit Januar 2010 sind sie nicht mehr erhöht worden.

Schon im vergangenen Hauptausschuss war über das Thema beraten worden. Die Betreiberfirma wollte zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Preise für private Grüngutanlieferungen von 6,20 Euro auf 9,50 Euro pro Kubikmeter erhöhen. Die Abgabe von Wurzeln sollte in Zukunft 40 statt bisher 37,50 Euro pro Kubikmeter kosten. Bei den anderen Kommunen, die mit Käßmeyer zusammenarbeiten, beträgt der Preis bereits 8,20 Euro und wird ab 2019 auf 9,50 Euro erhöht.

Firma legt Kalkulation für Gemeinderat Kissing vor

Reinhard Gürtner von der CSU fand die Erhöhung überzogen. Der Hauptausschuss einigte sich darauf, in den Fraktionen noch einmal zu beraten. Zudem bekamen die Gemeinderäte Einblick in die Anliefermengen der vergangenen Jahre. In der vergangenen Sitzung des Kissinger Gemeinderats wurde nun einstimmig beschlossen, dass der Preis ab dem 1. April auf 8,20 Euro pro Kubikmeter für Grüngut und 40 Euro für Wurzeln angehoben werden soll.

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In der Diskussion sprach sich Katrin Müllegger-Steiger von den Grünen zunächst dafür aus, beim Landkreis anzuregen, Rahmenverträge für alle Gemeinden auszuhandeln. Silvia Rinderhagen, die als stellvertretende Bürgermeisterin die Sitzung leitete, erklärte, dass auf Landkreisebene bereits diskutiert werde, die Grüngutentsorgung zu übernehmen. Vorerst müsse aber eine Lösung gefunden werden. Gürtner sprach sich für die Erhöhung auf 8,20 Euro aus. „Nachdem wir die Kalkulation eingesehen haben, scheint uns das plausibel.“ Zudem habe die CSU-Fraktion Kontakt zum Landkreis aufgenommen. Die Pläne, die Entsorgung einheitlich zu regeln, seien frühestens 2021 umsetzbar. Aus diesen Gründen sei es am besten, vorerst mit der Firma weiter zusammenzuarbeiten. Auch Roland Nemetz von der SPD und Peter Wirtz von der Freien Wählergemeinschaft sprachen sich mit Verweis auf die Kalkulation der Firma für die Erhöhung aus.

Vertrag mit Käßmeyer läuft Ende 2019 aus

Laut der Sitzungsvorlage hat die Firma Käßmeyer den Pachtvertrag und die Entsorgungsvereinbarung zudem gekündigt. Damit laufen beide Verträge Ende 2019 aus. Die Verwaltung will daher nun Verhandlungen über die Weiterführung aufnehmen und Vergleichsangebote einholen.

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